«Der Markt ist voll mit Milch», sagte der Geschäftsführer der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW, Reinhard Pauw, am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Das nutzten die Lebensmittelketten gegenwärtig aus. Nach seiner Einschätzung wird die nun zu erwartende Preissenkung im Handel den größten Teil des Preisanstiegs aus der zweiten Jahreshälfte 2007 wieder zurücknehmen. Einzelhandelsunternehmen verhandeln regelmäßig über Einkaufspreise für Milch. Sie stiegen 2007, was auch an Verbraucher weitergegeben wurde. Die Bundesbürger mussten vergangenen Sommer um bis zu 50 Prozent mehr für Butter zahlen. Inzwischen kostet ein Päckchen nach Angaben des Bauernverbands wieder soviel wie damals. Auch Milch und andere Milchprodukte sind nach einer Verteuerung teils günstiger.
«Die Verbraucher müssen sich auf stärker schwankende Preise einstellen», betonte Experte Pauw. Die EU habe die Milchquoten, die eine Obergrenze in der Produktion darstellten, aufgestockt. Damit sei das Angebot gewachsen. Hinzu komme, dass der Export in andere Länder durch den starken Euro erschwert werde. «Europa ist durch das Wechselkursverhältnis derzeit nicht konkurrenzfähig.»