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Konsumklima in Deutschland: 

GfK sieht Verbraucher-Zuversicht schwinden

27. Mrz 2008 10:02
Die Konsumenten geben ihre Zurückhaltung auf - aber nur ein wenig
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Die Gesellschaft für Konsumforschung sagt zwar eine leichte Aufhellung beim Konsumklima voraus. Doch die Verunsicherung angesichts der Rezessionsgefahr aus den USA belastet die Kauflust.

Die Verbraucherstimmung in Deutschland ist leicht gestiegen. Das Marktforschungsinstitut GfK prognostizierte für April einen Anstieg von 4,6 Punkten nach 4,5 Punkten für den März. Vor allem die Inflationsrate sei aber problematisch. Deshalb senkten die Nürnberger Marktforscher auch ihre Prognose für den Konsumanstieg um einen halben Punkt auf 1 Prozent.

«Das Konsumschiff hat kräftigen Gegenwind bekommen», sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Bei einer Preissteigerungsrate von voraussichtlich rund 2,5 Prozent könne der private Konsum in diesem Jahr das erwartete Plus nicht erreichen.

Bürger sind unsicher über wirtschaftliche Entwicklung

Nach den Einbußen der Vormonate legten alle drei Teilindikatoren des Konsumklima-Index wieder zu. Vor allem hinsichtlich ihrer persönlichen Einkommensentwicklung zeigten sich die Verbraucher erneut zuversichtlicher. Dieser Index legte um zwei auf 1,5 Punkte zu. Zudem hätten die Konsumenten auch ihre zuletzt gezeigte Kaufzurückhaltung etwas aufgegeben. Die Anschaffungsneigung verbesserte sich um 4,8 Punkte auf minus 10,2 Punkte.
Weiterhin unsicher seien die Bürger jedoch bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Konjunkturerwartung rutschte allerdings nach einem deutlichen Einbruch um 14 Punkte im vergangenen Monat zumindest nicht weiter ab, sondern stieg um 0,4 Punkte auf 15,0 Punkte.

Furcht vor Überschwappen der Rezession

Von einer Trendwende könne aber noch keine Rede sein. Neue Rekordwerte bei Dollar und Rohölpreis dürften im Moment dafür sorgen, dass die Verbraucher ihre Zurückhaltung nicht unmittelbar aufgeben, hieß es. Darüber hinaus sei die Verunsicherung angesichts der Rezessionsgefahren in den USA hoch. «Es könnte bei den Verbrauchern die Furcht aufkommen, dass eine Rezession auch auf Deutschland überschwappen könnte.» Auch die Verunsicherung auf Grund höherer Energie- und Nahrungsmittelpreise sei noch nicht verschwunden.

Vor allem bei der Preisentwicklung müsse zunächst wieder mehr Ruhe einkehren. Dann würden auch die positiven Rahmenbedingungen wie die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt wieder mehr in den Vordergrund rücken.

Rentner rechnen trotz Zuschlag mit Einbußen

Keine grundlegende Besserung zeichne sich bei den Rentnern ab. Die in Aussicht gestellte Rentenerhöhung um 1,1 Prozent für das laufende Jahr sorge trotz der anvisierten Verdoppelung zur ursprünglichen Planung nicht für einen realen Zuwachs. «Viele Rentner sehen, dass sie real am Ende wieder Einbußen hinnehmen müssen», sagte Bürkl. So seien die Einkommenserwartungen der Rentner entgegen dem Trend erneut zurückgegangen. Die anvisierte Erhöhung habe vor diesem Hintergrund in erster Linie Symbolcharakter. «Der zu erwartende Realeinkommensverlust wird nur leicht gelindert«, sagte Bürkl. (dpa/AP)

 
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