Netzeitung Logo

 
DruckenVersenden
 

Nach Börsen-Panik: 

Bush verteidigt Notmaßnahmen der Notenbank

18. Mrz 2008 08:07
Bush glaubt an den Erfolg der Notmaßnahmen
Bild vergrößern
US-Präsident Bush hat erklärt, die Situation auf den Finanzmärkten im Griff zu haben. Die Maßnahmen der US-Notenbank seien in diesen schwierigen Zeiten richtig gewesen.

US-Präsident George W. Bush hat die Krisenintervention der US-Notenbank (Fed) zur Stabilisierung der schwer angeschlagenen Finanzmärkte gelobt. «Die Notenbank hat schnell gehandelt, um Ordnung in die Finanzmärkte zu bringen», sagte Bush am Montag bei einem Treffen mit Finanzminister Henry Paulsen und weiteren Wirtschaftsberatern im Weißen Haus.

Man befinde sich in schwierigen Zeiten. «Aber es ist ebenso sicher, dass wir starke und entschlusskräftige Maßnahmen ergriffen haben», sagte der Präsident. Die USA hätten die Situation «im Griff». Die Fed hatte bei einer Krisensitzung am Sonntagabend ein Maßnahmenpaket zur Beruhigung der Finanzmärkte beschlossen. So wurde der Diskontsatz, zu dem sich Banken bei der Fed kurzfristig mit Liquidität versorgen können, um ein Viertel Prozentpunkt auf 3,25 Prozent gesenkt und dieses Kreditprogramm, das bislang nur den Handelsbanken offenstand, auch für Investmentbanken geöffnet.

Notverkauf notwendig

Außerdem wurde der Notverkauf der unerwartet nahe vor dem Konkurs stehenden Investmentbank Bear Stearns an die drittgrößte US-Bank J.P. Morgan Chase durch einen Kredit in Höhe von 30 Milliarden Dollar abgesichert.

Der Notverkauf von Bear Stearns zum Preis von nur gut 230 Millionen Dollar sei nötig gewesen, um die Investmentbank vor einem Konkurs zu retten, der sich auch auf weitere Institute hätte auswirken können, so Finanzminister Paulsen. «Es war eine leichte Entscheidung, es war das richtige Resultat», sagte er nach dem Treffen mit Bush.

Nervöse Reaktionen

Schon vor dem Treffen hatte sich Bush zuversichtlich über die Lage auf den US-Finanzmärkten geäußert. «Unsere Finanzinstitute sind stark und ... unsere Kapitalmärkte funktionieren effektiv und effizient.»

Die Börsen reagierten am Montag nervös auf die Maßnahmen der Fed. In Asien und Europa kam es zu panikartigen Abschlägen. Euro, Gold und Rohöl erreichten erneut Rekordstände. An der Wall Street drehte der Leitindex Dow Jones nach anfänglichen Verlusten im Tagesverlauf dagegen ins Plus und schloss gut behauptet.

Die US-Notenbank wird am Dienstag erneut über eine Zinssenkung beraten. Dann geht es um den Leitzins, der momentan bei 3,0 Prozent liegt. Es wird erwartet, dass die Fed den Zins um bis zu einen Prozentpunkt abgesenkt. (dpa)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
 
Wirtschaftssysteme rund um den Globus: 
Die Varianten des Kapitalismus
Erwartungen an den Weltfinanzgipfel: 
Große Runde, kleiner gemeinsamer Nenner
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Immobiliensuche
Immobilien
immonet
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.