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Negativ-Rekord bei Industriespionage:: 

Erst auskundschaften, dann nachbauen

11. Mrz 2008 09:49
Komplizierte Technik aus Deutschland ist beliebt
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Vor allem aus Russland und China kommen die Industriespione, die der deutschen Wirtschaft Verluste in Milliardenhöhe bescheren. Besonders betroffen sind der Maschinenbau, die Automobil- und Chemiebranche sowie die Umwelttechnologie.

Die Schäden durch Industriespionage werden nach Einschätzung der deutschen Wirtschaft 2008 einen neuen Negativ-Rekord in Millionenhöhe erreichen. Die Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft (ASW) geht von bis zu 30 Milliarden Euro an Verlusten aus, «wenn sich die Betriebe der wachsenden Bedrohung nicht endlich bewusst werden und darauf einstellen», wie ASW-Geschäftsführer Berthold Stoppelkamp der «Saarbrücker Zeitung» sagte. 2007 verbuchte die ASW demnach rund 20 Milliarden Euro Schaden.

  • » Jedes fünfte Unternehmen Opfer von Spionage
  • » USA werfen China Wirtschaftsspionage großen Stils vor
  • » Wirtschaftskriminalität kostet sechs Milliarden
  • «Die deutschen Unternehmen sind auf solche Gefährdungen nicht vorbereitet», kritisierte Stoppelkamp. Vor allem der Mittelstand werde immer häufiger Opfer ausländischer Dienste oder der Konkurrenzspionage. Neben dem Anlagen- und Maschinenbau sowie der Automobil- und Chemiebranche gerate zunehmend auch die Umwelttechnologie ins Visier nachrichtendienstlicher Aktivitäten. Hintergrund seien neue Standards und wachsende politische Vorgaben in diesem Bereich. Nicht nur die konkrete Technik sei für das Ausland interessant, «sondern inzwischen geht es auch um Strategien von Unternehmen».

    Als besonders spionageaktiv in Deutschland gelten demnach China und Russland. «Aktuell werden alle ein bis zwei Tage große elektronische Attacken auf deutsche Unternehmen oder staatliche Stellen entdeckt», hatte der Verfassungsschutz-Vizepräsident Hans Elmar Remberg der Financial Times Deutschland am Rande eines Kongresses der ASW im Oktober 2007 gesagt. «Wir vermuten hinter diesen Attacken ein staatliches chinesisches Interesse.» Nur eine behördenähnliche Organisation sei in der Lage, so oft so großflächige und so gezielte Hacker-Angriffe durchzuführen. In Russland sei Wirtschaftsspionage sogar gesetzlich verankert, so Remberg. Der scheidende Präsident Wladimir Putin habe sich mehrmals offen für Industriespionage ausgesprochen. (nz/AP)

     
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