Pläne zur Übernahme:
Microsoft und Yahoo tricksen mit allen Mitteln
Der Weg über den Kampf im Verwaltungsrat komme Microsoft weit billiger als ein höheres Angebot an die Yahoo-Aktionäre, rechnete die Zeitung vor. Zu erwarten seien zwar Kosten von bis zu 30 Millionen Dollar. Bei einer höheren Offerte müsse Microsoft dagegen für jeden zusätzlichen Dollar über den bisher gebotenen 31 Dollar je Aktie rund 1,4 Milliarden Dollar drauflegen.
Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft will mit seinem Angebot im Wert von ursprünglich knapp 45 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) den bei der Online-Suche übermächtigen Rivalen Google verschärft angreifen. Yahoo lehnt die Offerte bisher als zu niedrig ab.
Eine rasche Nachbesserung durch Microsoft gilt mittlerweile unter Beobachtern als eher unwahrscheinlich. Trotz intensiven Werbens konnte Yahoo bisher keine anderen Kooperationspartner präsentieren. Zudem ist Analysten zufolge eine Reihe von Großaktionären an beiden Unternehmen beteiligt und daher nicht daran interessiert, dass Microsoft eine Übernahme zu teuer bezahlt.
Microsoft rechnet nach einer Übernahme mit Einsparungen von rund einer Milliarde Dollar. Der Konzern ließ aber bisher offen, ob diese auch durch Stellenstreichungen erreicht werden sollen. Alle Vollzeitmitarbeiter von Yahoo sollen den Abfindungsplänen zufolge bei einer Entlassung binnen zwei Jahren nach einer Übernahme grundsätzlich Anspruch auf Abfindungen sowie Zusatzleistungen haben. Die Summe variiert je Mitarbeiter. Allein die Abfindung kann bis zu zwei Jahresgehälter betragen. (dpa)

