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Anbauflächen für Genmais ausgeweitet

04. Feb 2008 16:49
Ob es sich um Genmais handelt, ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen
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Auf tausenden Hektar deutschen Ackerlands soll in diesem Jahr Genmais wachsen. Die meisten Standorte befinden sich in Brandenburg. Erlaubt ist bislang nur eine Sorte des umstrittenen Gewächses.

Genmais der Sorte Mon 810 soll in Deutschland in diesem Jahr auf 4085 Hektar Ackerland angebaut werden. Bis Ende Januar seien Anbau-Flächen an 271 Standorten in elf Bundesländern angemeldet worden, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit am Montag auf Anfrage in Berlin mit. Mon 810 der US-Firma Monsanto ist bislang die einzige Sorte gentechnisch veränderten Saatguts, die in Deutschland für den kommerziellen Anbau zugelassen ist.

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Schwerpunkt beim Anbau von Genmais soll mit rund 1844 Hektar und 83 Standorten erneut das Land Brandenburg sein. Die Aussaat ist in größerem Umfang auch in Sachsen (1035 Hektar an 61 Standorten) und Mecklenburg-Vorpommern (805 Hektar an 27 Standorten) sowie in Sachsen-Anhalt (241 Hektar an 26 Standorten) und Bayern (117 Hektar an 47 Standorten) geplant. In den Bundesländern Berlin, Hamburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland ist den Angaben zufolge im Jahr 2008 bislang kein Genmais-Anbau vorgesehen.

Für 2007 waren bundesweit zunächst 3623 Hektar Flächen für den Anbau von Genmais angemeldet, darunter 2085 Hektar in Brandenburg. Tatsächlich wurde aber aufgrund zurückgezogener Anmeldungen bundesweit nur auf 2685 Hektar an 174 Standorten Genmais angebaut. Darunter entfielen 1347 Hektar auf Brandenburg. Im Jahr 2006 wurde Genmais bundesweit auf 947 Hektar angebaut, im Jahr davor auf 342 Hektar. Der geplante Anbau von Genmais muss nach Behördenangaben spätestens drei Monate vor der Aussaat angemeldet werden.

Gentechnik-Gegner starten Kampagne

In den kommenden Monaten wollen Gegner der gentechnik in Bayern verstärkt gegen den Anbau von Genmais demonstrieren. Das berichtete die «Passauer Neue Presse». Zum Start einer Kampagne hat das Bündnis Bayern für gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft nach eigenen Angaben etwa 33.000 Protestunterschriften gesammelt. Das Bündnis übergab die Unterschriftenlisten an die CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer.

Das Bündnis, dem der Bund Naturschutz und rund 30 anderen Organisationen wie etwa Verbraucherschutzinitiativen, kirchliche Gruppen und ökologisch ausgerichtete Landwirte angehören, kritisiert auch das neue Gentechnikgesetz, demzufolge künftig beim Anbau von Genmais in Deutschland nur ein Abstand von bis zu 300 Metern zu anderen Anbauflächen eingehalten werden muss. Das Bündnis verlangt hingegen einen vorgeschriebenen Mindestabstand von einem Kilometer. (NZ/epd)

 
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