In den USA steckt die Post mit dem Expressdienst ihrer Tochter DHL seit Jahren in roten Zahlen und die Verluste haben sich inzwischen auf weit über eine Milliarde Euro summiert. Das defizitäre US-Engagement hat auch bei Investoren zu Kritik geführt. Nach früheren Angaben der Post sind auch für 2008 und 2009 in den USA keine Gewinne zu erwarten.Der Konzern arbeite weiterhin an einer «optimalen Lösung», um die Lage in den USA zu verbessern, teilte die Post mit. An einen Rückzug vom US-Markt werde nicht gedacht. Die Post prüfe derzeit «eine Reihe von Optionen, um die Ergebnislage zu verbessern», sagte Finanzvorstand John Allan. «Dabei ist es für uns wichtig, eine starke Präsenz im US-Markt zu behalten, da dieser Markt von strategischer Bedeutung für den Konzern ist.»
Das im November 2007 vorgestellte neue Kapitalmarktprogramm zeige erste Erfolge, berichtete die Post. Der Konzern mache Fortschritte bei Immobilienverkäufen. Die Einnahmen aus bereits vereinbarten Immobilienverkäufen würden sich auf mehr als 350 Millionen Euro belaufen. Damit sei der Konzern seinem Ziel, in den nächsten zwei Jahren mindestens eine Milliarde Euro aus Immobilienverkäufen zu erwirtschaften, ein entscheidendes Stück näher gekommen.
Für Teile ihrer weltweiten IT-Infrastruktur will sich die Post mit einem anderen Unternehmen zusammenschließen. Dadurch sollten auf lange Sicht mindestens eine Milliarde Euro eingespart werden. (dpa)