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Post will IT-Verwaltung auslagern

24. Jan 2008 10:24
Ein Briefzusteller der Deutschen Post
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Die Deutsche Post AG will das Datenmanagement und die komplette Verwaltung der Rechenzentren auslagern. Obwohl die Gewinnziele für 2007 erreicht wurden, sollen so pro Jahr weitere Milliarden eingespart werden.

Die Deutsche Post will dem US-Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) die Verwaltung seiner Rechenzentren und des Datenmanagements übertragen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Bonn mit. Bis Mitte des Jahres soll der Vertrag dann in trockenen Tüchern sein. Die Post erhofft sich von dem Schritt in den kommenden sieben Jahren Einsparungen in Höhe von mindestens einer Milliarde Euro.

HP soll im Zuge der Vereinbarung rund 2500 Mitarbeiter übernehmen, die sich derzeit unter anderem um Datenmanagement und Netzwerke der Post kümmern. Betroffen sind Rechenzentren in Prag, Scottsdale (USA), Cyberjaya (Malaysia) sowie an einigen europäischen Standorten. Die Post versicherte, zumindest alle von DHL-Kunden genutzten Anwendungen würden weiterhin selbst entwickelt und gesteuert. Das umfasse auch die IT-Sicherheitsstandards und deren Umsetzung.

Gewinnziele für 2007 erreicht

Die Deutsche Post hat im Jahr 2007 ihr eigenes Gewinnziel erreicht, muss aber Schwächen in den USA verkraften. Im schwierigen US-Geschäft würden 600 Millionen Euro auf das Anlagevermögen abgeschrieben, teilte der weltweit tätige Konzern am Mittwochabend in Bonn mit. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) werde bei etwa 3,7 Milliarden Euro vor Einmaleffekten (EBIT 2006: 3,87 Mrd. Euro) liegen. Zum Jahresüberschuss und weiteren Geschäftszahlen für 2007 machte das Unternehmen noch keine Angaben.

Nach Angaben der Post haben alle Konzernbereiche ihre Ziele in 2007 erreicht. «Alles in allem hat unser Geschäft auf operativer Ebene im vergangenen Jahr gute Fortschritte gemacht», erklärte Post- Vorstandschef Klaus Zumwinkel. Im Jahr 2008 erwarte das Unternehmen - bei einer völligen Öffnung des nationalen Briefmarkts - einen Anstieg beim EBIT (vor Einmaleffekten) auf rund 4,2 Milliarden Euro.

US-Geschäft in den roten Zahlen

In den USA steckt die Post mit dem Expressdienst ihrer Tochter DHL seit Jahren in roten Zahlen und die Verluste haben sich inzwischen auf weit über eine Milliarde Euro summiert. Das defizitäre US-Engagement hat auch bei Investoren zu Kritik geführt. Nach früheren Angaben der Post sind auch für 2008 und 2009 in den USA keine Gewinne zu erwarten.

Der Konzern arbeite weiterhin an einer «optimalen Lösung», um die Lage in den USA zu verbessern, teilte die Post mit. An einen Rückzug vom US-Markt werde nicht gedacht. Die Post prüfe derzeit «eine Reihe von Optionen, um die Ergebnislage zu verbessern», sagte Finanzvorstand John Allan. «Dabei ist es für uns wichtig, eine starke Präsenz im US-Markt zu behalten, da dieser Markt von strategischer Bedeutung für den Konzern ist.»

Das im November 2007 vorgestellte neue Kapitalmarktprogramm zeige erste Erfolge, berichtete die Post. Der Konzern mache Fortschritte bei Immobilienverkäufen. Die Einnahmen aus bereits vereinbarten Immobilienverkäufen würden sich auf mehr als 350 Millionen Euro belaufen. Damit sei der Konzern seinem Ziel, in den nächsten zwei Jahren mindestens eine Milliarde Euro aus Immobilienverkäufen zu erwirtschaften, ein entscheidendes Stück näher gekommen.

Für Teile ihrer weltweiten IT-Infrastruktur will sich die Post mit einem anderen Unternehmen zusammenschließen. Dadurch sollten auf lange Sicht mindestens eine Milliarde Euro eingespart werden. (dpa)

 
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