23. Dez 2007 19:09
In Deutschland ist in diesem Jahr weniger Bier getrunken worden als 2006. Nichts besonderes, sagt Brauer-Vertreter Hahn, sondern die Fortsetzung eines lang währenden Abwärtstrends
Hahn führte das Pro-Kopf-Minus von etwa 3,5 Litern auf die schlechte Witterung und die demografischen Entwicklung zurück. Zudem sei 2006 wegen der Fußball-Weltmeisterschaft im Land auch ein Jahr mit einem besonders starken Verbrauch gewesen. In dem Jahr war der Absatz nach sieben Jahren erstmals wieder gestiegen.Für die kommenden Jahre erwartet der Deutsche Brauer-Bund keine Besserung. «Wir werden uns auf dauerhaft rückläufige Konsumzahlen einstellen müssen», sagte Hahn voraus. Er sieht das WM-Jahr als Zwischenhoch in einem langfristigen Abwärtstrend, der bereits seit den 90er Jahren anhält.
Das Absatzminus werde vermutlich mittelfristig auch Brauereien in wirtschaftliche Bedrängnis bringen. Zwar rechnet Verbands-Geschäftsführer Hahn nicht mit Pleiten. Aber Übernahmen und Zusammenschlüsse würden in den kommenden Jahren weiter zunehmen. «Wir werden eine noch stärkere Konzentration auf die großen Braugruppen erleben.» Derzeit gebe es in Deutschland 1284 Brauereien - so viele wie in keinem anderen Land.