Pin AG will 1000 Mitarbeiter entlassen
04. Dez 2007 09:58, ergänzt 13:52
 |  Postboten der Pin AG müssen um ihren Job fürchten | Foto: dpa |
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Wenige Tage nach der Einigung der großen Koalition über den Mindestlohn stehen die ersten Stellenstreichungen an. Die Pin AG, die mehrheitlich zum Springer-Konzern gehört, wird 1000 Mitarbeiter entlassen.
Als Reaktion auf die Einführung des Mindestlohns für Briefzusteller hat die PIN-Group die Entlassung von zunächst 1.000 Mitarbeitern angekündigt. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag in Luxemburg mit. Zuvor war in Zeitungsberichten vom Dienstag unter Berufung auf anonyme Quellen vom Abbau von hunderten Stellen berichtet worden. Das Unternehmen konkretisierte, dass es die meisten Kündigungen zunächst in Niedersachsen und Bayern geben soll. Darüber hinaus sei eine Vielzahl weiterer Arbeitsplätze im Konzern gefährdet.
«Mit dem überhöhten Mindestlohn wurde bewusst in Kauf genommen, dass Investments in Milliardenhöhe am Standort Deutschland zunichte gemacht werden und zigtausende von Arbeitsplätzen bei den privaten Briefdienstleistern verloren gehen», erklärte PIN-Geschäftsführer Günter Thiel. Besonders bedauerlich sei, dass vor allem Geringqualifizierte und ehemalige Langzeitarbeitslose betroffen seien. Derzeit prüft der PIN-Vorstand gemeinsam mit einem Beratungsunternehmen Geschäftsmodelle und künftige Strategien im Hinblick auf den Fortbestand des Unternehmens, wie es weiter hieß. Nach eigenen Angaben beschäftigt die PIN Gruppe mehr als 9.000 Mitarbeiter. Mehrheitsgesellschafter ist der Berliner Medienkonzern Axel Springer. (nz/AP/dpa)