VW-Betriebsrat: Mit Dirnen und Lustreisen geschmiert?:
VW-Betriebsrat soll geschmiert worden sein
Laut «SZ» soll Schuster Anfang 2001 gemeinsam mit anderen VW-Mitarbeitern wie dem am Donnerstag überraschend zurückgetretenen Betriebsratschef Klaus Volkert die Idee entwickelt haben, Firmen zu gründen, die sich um Aufträge bei VW
Aufgedeckt wurde der Skandal den Angaben zufolge durch eine kleine Personalie bei der Commerzbank. Ein Mitarbeiter wurde im Frühjahr 2005 entlassen und hinterließ Vertragsentwürfe, aus denen hervorging, dass VW-Mitarbeiter - unter anderem der damalige Skoda Personalvorstand Schuster - als Strohmänner bei Geschäften mit dem eigenen Konzern eingesetzt werden sollen. Die Commerzbank leitete die Dokumente an Volkswagen weiter und der Konzern ließ Schuster fortan von Detektiven überwachen.
Mit teuren Lustreisen unter anderem nach Brasilien per Firmenjet und mit eingeflogenen «Luxus-Nutten» soll sich der Vorstand das Einverständnis der Arbeitnehmervertretung erkauft haben. So seien für Treffen mit Prostituierten so genannte Eigenbelege über Summen von bis 30.000 Euro ausgestellt worden, die dann vom Vorstand abgezeichnet wurden darunter auch VW-Personalchef Peter Hartz.
Der frühere Betriebsratschef Volkert, der auch im Vorstand der IG Metall sitzt, ist derweil abgetaucht. Auch für die IG Metall selber ist Volckert nicht zu erreichen. Nach einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» soll Volkert auch seinen Sitz im Aufsichtsrat abgeben und für seinen bisherigen stellvertreter im Betriebsrat Bernd Osterloh Platz machen. (nz)

