Weniger Umsatz in der Chipbranche
15.03.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Die Unternehmen der deutschen Halbleiterbranche haben im Februar erstmals seit eineinhalb Jahren weniger umgesetzt. Als Grund nannte der Branchenverband ZVEI den starken Euro.
Der Umsatz mit Halbleitern ist in Deutschland im Februar leicht zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr fiel der Umsatz um ein Prozent. Das teilte der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektonikindustrie (ZVEI) am Montag in Frankfurt am Main mit. Es sei der erste Umsatzrückgang seit eineinhalb Jahren. Im Januar hatte der Umsatz um drei Prozent zugelegt. Im Dezember hatte der Zuwachs sieben Prozent betragen.
Aufschwung nicht in GefahrDer Aufwärtstrend habe in den letzten Monaten trotz der allgemein verbesserten Lage eine deutliche Dämpfung erfahren, hieß es weiter. Der Umsatzrückgang sei vermutlich auf den Höhenflug des Euro und die anhaltende Fertigungsverlagerung ins Ausland zurückzuführen.
Dennoch sieht der Verband keine Gefahr für den Aufschwung: Die Auftragseingänge ließen weiter darauf schließen, dass sich der Aufschwung im zweiten Quartal fortsetzen werde und ein «gutes Wachstum» im Gesamtjahr erzielt werden könne.
Zweistelliges Wachstum erwartetDer ZVEI geht davon aus, dass der Markt für Halbleiter im laufenden Jahr um zehn Prozent auf elf Milliarden Euro wachsen werde. Das hatte der Verband Mitte Februar bekannt gegeben. Zum einen bestehe im Bereich Investitionsgüter Nachholbedarf, hieß es zur Begründung. Zum anderen werde sich die zunehmende elektronische Ausstattung von Fahrzeugen positiv auswirken. Im vergangenen Jahr hatte der Umsatz gegenüber 2002 nach vorläufigen Zahlen um acht Prozent zugelegt. (nz)