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Tui erwartet keine Einbußen
infolge der Madrider Anschläge

13. Mrz 2004 19:21
Tui-Chef Michael Frenzel
Tui will im laufenden Touristik-Jahr den Umsatz um mehr als fünf Prozent steigern. Von den Anschlägen in Madrid erwartet Tui-Chef Frenzel keine wesentliche Belastung fürs Geschäft.

Tui-Chef Michael Frenzel sieht in den Terroranschlägen von Madrid keine wesentliche Belastung für das Reisegeschäft. Frenzel sagte am Samstag auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin, er erwarte für das Touristikgeschäft keine «wesentlichen Folgen» aus den Attentaten, «so schrecklich die Anschläge auch waren». Es sei kein touristisches Ziel getroffen worden.

Tui , Europas größter Reisekonzern, sieht die Zeichen nach zwei schwierigen Jahren auf Wachstum stehen. Im laufenden Wintergeschäft verzeichne das Unternehmen europaweit ein Plus bei den gebuchten Umsätzen von 6,1 Prozent. Damit liege das Wintergeschäft «voll in unseren Erwartungen», so Frenzel. Auch für den Sommer zeichne sich nach zunächst schwachem Start eine Trendwende ab.

Umsatzplus von fünf Prozent angestrebt

Für das gesamte touristische Jahr 2003/2004 – also das Winter- und Sommergeschäft – liege das Plus des gebuchten Umsatzes gegenüber dem Vorjahr derzeit bei 3,3 Prozent. Bis zum Abschluss des touristischen Jahres will Tui ein Umsatzplus von mehr als fünf Prozent erreichen, wie Frenzel hervorhob. «Die starken Monate kommen erst noch», sagte der Tui-Chef.

«Erfreulich ist vor allem, dass sich insbesondere der zuletzt so schwierige deutsche Markt allmählich wieder erholt», ergänzte Tui. Hier verzeichne das Unternehmen im aktuellen Wintergeschäft ein Gästezuwachs von 7,9 Prozent. Der Umsatzzuwachs falle wegen gesunkener Katalogpreise mit 2,2 Prozent geringer aus.

Buchungsrekorde in Ägypten

Beim deutschen Urlauber lägen für Sommer 2004 Ziele in Nordafrika und im östlichen Mittelmeer «voll im Trend», so Tui weiter – also jene Ziele, die im vergangenen Jahr unter den Auswirkungen des Irak-Krieges litten. Ägypten sei derzeit «absoluter Shooting-Star». Das Land schlage mit Gästezuwächsen von 250 Prozent alle Rekorde. Auch die Türkei erlebe wieder einen Boom. (nz)

 
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