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Fusionen in Medienbranche nehmen zu

02. Mrz 2004 11:03
Die europäische Medienbranche verzeichnete im vergangenen Jahr eine kräftige Steigerung von Fusionen und Übernahmen. Für 2004 ist laut einer PwC-Studie mit einer weiteren Zunahme zu rechen.

In die europäische Medienbranche ist im vergangenen Jahr Bewegung gekommen: Die Fusionen und Übernahmen haben 2003 zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder zugenommen. Das hat eine Studie der Wirtschaftsberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) ergeben, die das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt am Main veröffentlichte.

Die Zahl der Transaktionen stieg demnach auf 85. Das Volumen wuchs auf 16,8 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Jahr 2002 sei das ein Plus von 46 Prozent, hieß es. In der zweiten Jahreshälfte wurden besonders starke Aktivitäten verzeichnet. In den letzten sechs Monaten des Jahres kam es den Angaben zufolge zu den Geschäften mit dem größten Volumen.

Vor allem deutsche Unternehmen beteiligt

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Die größte Rolle spielte dabei der Verkauf des Wissenschaftsverlages von Bertelsmann-Springer an zwei britische Kapitalgesellschaften für rund 1,1 Milliarden Euro. Auch der Einstieg des amerikanischen Medienunternehmers Haim Saban bei der ProSiebenSat.1 Media AG gehörte mit einem Volumen von rund einer Milliarde Euro zu den größten Geschäften in der Branche.

Weiterer Anstieg erwartet

Für das Jahr 2004 rechnet PwC mit einer weiteren Zunahme der Fusionen und Übernahmen in der europäischen Medienbranche. «Die derzeitige Marktsituation bietet sowohl stark wachsenden und an Zukäufen interessierten Unternehmen als auch denen, die einen lukrativen Ausstieg suchen, ein gewaltiges Potenzial», sagte Frank Mackenroth, Partner bei PwC. Grund dafür sei zum einen das prognostizierte Wachstum des europäischen Werbemarktes von rund 3,6 Prozent in diesem Jahr, zum anderen die abgeschlossene Restrukturierung vieler Unternehmen.

Den Angaben zufolge ist vor allem im Bereich Hörfunk und Fernsehen sowie im Verlagswesen mit weiteren Transaktionen zu rechnen. PwC erwartet für das Jahr 2004 mehr als 100 Fusionen und Übernahmen mit einem Gesamtvolumen im Wert von 20 Milliarden Euro. (nz)

 
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