26. Feb 2004 20:20
Der irische Billigflieger reagiert auf das Urteil der EU-Kommission über unrechtmäßige Beihilfen: Jetzt will die Gesellschaft nicht mehr von Charleroi nach Stansted fliegen.
Ryanair stellt Ende April seine Verbindung zwischen dem belgischen Charleroi und London/Stansted ein. Damit reagierte der irische Billigflieger auf die Anordnung der EU-Kommission, dass das Unternehmen einen Teil seiner belgischen Subventionen zurückzahlen muss.Wenn der Verkaufspreis für ein Ticket «aufgrund der Entscheidung der Kommission um sechs bis acht Euro angehoben werden» müsse, könne die Verbindung von dem Regionalflughafen nach London kaum aufrechterhalten werden, teilte Ryanair am Donnerstag mit. Die EU-Kommission hatte Anfang Februar einen Teil der Zuschüsse für Ryanair in Charleroi für wettbewerbswidrig erklärt.
Vor allem rügte die Kommission die Rabatte auf die üblichen Start- und Landegebühren und die Kosten für die Gepäckabfertigung. Vor dem Hintergrund dieser Entscheidung soll das Unternehmen mehrere Millionen Euro zurückzahlen. Ryanair hat dagegen eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) eingereicht, über die allerdings noch nicht entschieden ist.Derzeit fliegt die Gesellschaft täglich acht Mal von Charleroi nach Stansted. Zudem schloss Ryanair-Chef Michael O'Leary nicht aus, dass noch andere Verbindungen eingestellt werden könnten. Der Billigflieger bietet von Charleroi aus auch Verbindungen zu zehn anderen Regionalflughäfen in Frankreich, Italien und Spanien an. (nz)