Disney-Fortsetzungen machen Steve Jobs krank
05.02.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Die beiden Unternehmen hatten Ende Januar Gespräche über eine Fortsetzung der seit 13 Jahren bestehenden Vertriebs- und Finanzpartnerschaft abgebrochen. Einige Beobachter hatten gemutmaßt, Pixar habe die Verhandlungen nur deshalb beendet, um von Disney bessere Konditionen zu erhalten. Jobs stellte aber klar, er werde von März an mit vier größeren Hollywood-Studios nicht aber mit Disney verhandeln. Namen nannte er allerdings nicht. Die Gespräche sollen im Herbst abgeschlossen sein. «Das Beste liegt noch vor uns», sagte Jobs mit Blick auf das Ende der Disney-Partnerschaft weiter.
Pixar-Chef Jobs wandte sich zudem gegen die seitens Disney geforderte Linie, zwei Animationsfilme in einem Jahr in die Kinos zu bringen. Das habe zum Niedergang des Unterhaltungskonzerns beigetragen. Er selbst veröffentliche lieber einen «großartigen» Film im Jahr als zwei, die «so lala» seien, sagte Jobs.
Disney reagierte leicht pikiert auf die Äußerungen: «Wir hätten Besseres von ihm erwartet» als «Beleidigung und Beschimpfung», sagte eine Konzernsprecherin US-Medienberichten zufolge an die Adresse Jobs' gerichtet.
Vor allem durch den Erfolg von «Findet Nemo» sowohl in der Kinokasse als auch durch den anschließenden Verkauf auf DVD oder Video schnellte der Pixar-Umsatz im vierten Quartal auf 164 Millionen Dollar nach oben. Das ist mehr als das Vierfache des Vorjahreswertes von 39 Millionen Dollar. Im gesamten Jahr setzte das Unternehmen damit 262,5 Millionen Dollar um, nachdem es im Vorjahr noch 1202 Millionen Dollar gewesen waren. (nz)

