Der Verband der Europäischen Fluggesellschaften AEA, dem traditionelle Airlines wie Lufthansa angehören, begrüßte die Entscheidung als ersten Schritt hin zu gleichen Wettbewerbsbedingungen. Absprachen wie in Charleroi führten zu Wettbewerbsverzerrungen, die mit Steuergeld finanziert würden.Die Interessenvertretung von insgesamt neun Billigfliegern, ELFAA, zu der auch Ryanair, Air Berlin und Hapag-Lloyd Express gehören, kritisierte dagegen, dass die Entscheidung für Unsicherheit in der Branche sorge. Zwar habe die Behörde erkannt, dass es bei der Einrichtung neuer Flugverbindungen einen Bedarf für die Unterstützung der Anbieter gebe. Es sei aber nicht geklärt worden, wie die Flughafengebühren auf einem Niveau gehalten werden könnten, die den Gesellschaften langfristig günstige Preise ermöglichten. Der Branchenverband forderte umfangreiche Konsultationen, bevor die Ryanair-Entscheidung auf andere Flughäfen übertragen werde.
Ähnlich reagierte auch die Versammlung der Regionen Europas (VRE). Sie begrüßte die Herausstellung der Wichtigkeit regionaler Airports für die ökonomische Entwicklung der Regionen, forderte aber gleichzeitig, bei dem Übertragen der Entscheidung auf andere Flughäfen deren regionale Situation zu beachten. (nz)