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Ryanair muss Subventionen zurückzahlen

28. Jan 2004 09:32
Ryanair-Chef Michael O'Leary
Der Billig-Airline Ryanair droht Ärger aus Brüssel - mit womöglich weit reichenden Konsequenzen für die gesamte Branche. Die Airline soll einem Pressebericht zufolge bereits erhaltene staatliche Subventionen zurückzahlen.

Die irische Billig-Fluggesellschaft Ryanair muss von der EU-Kommission als indirekte Subventionen deklarierte Gelder zurückzahlen. Das berichtete die britische «Financial Times» (FT) am Dienstag. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine Entscheidung der Kommission, die offiziell am kommenden Dienstag verkündet werden soll.

Demnach muss die Airline den größten Teil der finanziellen Vorteile, die Ryanair vom belgischen Flughafen Charleroi und der dortigen Regional-Regierung erhalten hat, zurückzahlen. Dem Bericht zufolge geht es um Summen zwischen drei und 15 Millionen Euro.

Ryanair auf Vergünstigungen angewiesen

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Entscheidend sei aber nicht die Höhe des Betrags, sondern die Folgen für die Branche der Billig-Airlines in Europa, berichtete die «FT» weiter. Die Entscheidung mache den Weg für eine Neuordnung der Regeln, die das Verhältnis zwischen den Flughäfen und den Fluggesellschaften ordnen, frei.

Gerade Raynair ist im hohen Maße auf die niedrigen Gebühren der regionalen Flughäfen angewiesen. Die belgische Regionalregierung soll die Start- und Landegebühren für die Fluggesellschaft am Flughafen Charleroi um 50 Prozent reduziert haben. Darüber hinaus bekommt Ryanair noch diverse weitere Vergünstigungen und Rabatte, etwa bei der Unterkunft von Mitarbeitern.

Neue Richtlinien im Frühjahr

Darin sieht die EU unerlaubte staatliche Beihilfen. Nach Auffassung der Kommission dürfen die Vergünstigungen nicht über 50 Prozent der gesamten Kosten liegen. Sie dürfen zudem nur für maximal drei Jahre und nur in Zusammenhang mit neuen Routen vergeben werden.

Die neuen Richtlinien der Kommission, die in diesem Frühjahr veröffentlicht werden sollen, könnten dem Bericht zufolge die regionalen Flughäfen dazu zwingen, ihre Geschäftsbeziehungen zu den Billig-Fluggesellschaften neu zu definieren. In der Folge könnten die Billig-Airlines Strecken stilllegen, um den höheren Gebühren zu entgehen. (nz)

 
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