netzeitung.deKonkurrenz will Fusion zwischen Sony und BMG verhindern

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Die Musikindustrie ist von der Idee einer Fusion zwischen BMG und Sony Music nicht begeistert. Die Konkurrenz befürchtet eine Benachteiligung durch die beiden Mutterkonzerne.

Verschiedene Musikkonzerne, darunter auch Universal und EMI, erwägen gegen die Fusion von Sony Music und BMG Beschwerde einzulegen. Das berichtete die britische «Financial Times» am Dienstag ohne Quellen zu nennen.

Am Montag hat die EU-Kommission die Prüfung der geplanten Fusion begonnen. Der Verband Impala, der 1800 unabhängige Musiklabels vertritt, traf sich dem Bericht zufolge am selben Tag erstmals mit Vertretern der Kommission, um seine Bedenken zum Ausdruck zu bringen.

Der Verband fordert von der Kommission, die Fusion nicht zu genehmigen, da das neue Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung einnehmen würde. Zum Vergleich wird von Impala die von der Kommission vor drei Jahren untersagte Fusion zwischen Warner Music und Emi angegeben.

Entscheidung schon Mitte Februar
EMI selber und auch Universal sehen die Gefahr, dass auch die beiden Mutterkonzerne nach der Fusion enger zusammenarbeiten könnten. Universal will verhindern, dass es bei Geschäften zwischen dem neuen Musik-Konzern und anderen Teilen der beiden Mutter-Unternehmen zu keiner Bevorzugung gegenüber Konkurrenten kommt.

Einem Bericht des «Wall Street Journal Europe» zufolge könnte die Kommission die Fusion schon Mitte Februar genehmigen. Die Genehmigung der amerikanischen Wettbewerbsbehörden steht auch noch aus. Das fusionierte Unternehmen soll den Namen Sony-BMG tragen. Beide Mutterkonzerne werden jeweils 50 Prozent der Anteile halten. Der weltweite Marktanteil des Konzern wird dann bei 25,2 Prozent – noch hinter Universal mit 25,9 Prozent. (nz)