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Aero Lloyd kann Betrieb wieder aufnehmen

23. Dez 2003 20:36
Die zahlungsunfähige Fluglinie Aero Lloyd kann ihre Geschäftstätigkeit bald wieder aufnehmen. Ein erneuter Einstieg von Aero-Lloyd-Gründer Bogomir Gradisnik bei der Airline macht dies möglich.

Die insolvente Ferienfluggesellschaft Aero Lloyd kann ihren Betrieb in absehbarer Zeit wieder aufnehmen. Insolvenzverwalter Gerhard Walter und der Aero-Lloyd-Gründer, Bogomir Gradisnik, unterzeichneten am Dienstag in Frankfurt am Main eine Vereinbarung, die die Fortführung des Fluggeschäfts mit einem Teil der Belegschaft unter neuem Namen sichert.

Das neue Unternehmen sei für weitere Investoren offen, jedoch seien Verhandlungen in dieser Sache noch nicht abgeschlossen, teilte das Anwaltsbüro Walter weiter mit.

Geschäftsaufnahme ab erstem Quartal möglich

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Die neue Fluggesellschaft mit Namen Aero Flight soll zunächst mit sechs Mittelstreckenjets des Typs Airbus 320 starten. Walter zufolge soll die Flugbetriebslizenz umgehend beim Luftfahrtbundesamt beantragt und möglichst kurzfristig erteilt werden. Dies würde bedeuten, dass die ersten Flugzeuge der neuen Airline im ersten Quartal des neuen Jahres abheben können.

Der Insolvenzverwalter begrüßte die Einigung mit dem Investor. Ziel seiner Bemühungen sei es gewesen, zumindest einem Teil der Aero-Lloyd-Mitarbeiter wieder eine berufliche Perspektive zu geben. «Diesem Ziel sind wir mit der heutigen Vereinbarung wieder einen großen Schritt näher gekommen», sagte Walter. Die neue Gesellschaft bemühe sich, stufenweise möglichst vielen der ehemaligen Mitarbeitern der Fluggesellschaft wieder gesicherte Arbeitsplätze zu verschaffen.

Gradisnik: Zu teure Kapazitäten

Investor Gradisnik kündigte an, die neue Airline werde «mit Flügen im ethnischen Verkehr in Richtung Türkei und Kasachstan» beginnen. Zudem gebe es Gespräche mit deutschen Reiseveranstaltern. Nach Ansicht von Gradisnik leidet der deutsche Ferienflugmarkt nicht einfach an Überkapazitäten, sondern an zu teuren Kapazitäten. «Hier sehe ich große Chancen für preisgünstige Charterangebote», fügte er hinzu.

Am vergangenen Freitag hatten sich Walter und Gradisnik mit dem Mehrheitsgesellschafter Bayerische Landesbank auf einen Vergleich geeinigt. Die Ansprüche von Aero Lloyd würden durch eine Einmalzahlung der Bank abgegolten, hieß es. Über die Höhe wurde Vertraulichkeit vereinbart. (nz)

 
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