netzeitung.deDeutsche Wirtschaft rechnet mit Irak-Aufträgen

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Die deutsche Wirtschaft sieht den Ausschluss der Kriegsgegner-Länder von Aufträgen in Irak gelassen. Als Subunternehmen würden auch künftig deutsche Firmen berücksichtigt werden, glaubt man hierzulande.

Die deutsche Wirtschaft macht sich keine Sorgen, bei Aufträgen in Irak nicht berücksichtigt zu werden. Entscheidend sei die Vergabe der Unteraufträge, die auch künftig international ausgeschrieben würden, sagte Jochen Münker, Nahost-Experte beim Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dem Berliner «Tagesspiegel». Das Pentagon hatte in dieser Woche angekündigt, Firmen aus Ländern, die den Irak-Krieg abgelehnt hatten, würden nicht am Wiederaufbau beteiligt.

Sprecher großer deutscher Konzerne aus der Bau-, Elektro- und Maschinenbaubranche sagten der Zeitung ebenfalls, sie rechneten weiter mit US-Aufträgen. Die Unteraufträge machten den größten Teil des Auftragsvolumens aus.

Der australische Außenminister Alexander Downer unterstützte unterdessen die USA in ihrer Haltung. Bei den Ausschreibungen über 18,6 Milliarden Dollar (15,2 Milliarden Euro) handele es sich um amerikanische Steuermittel. Da sei es verständlich, dass diese nicht Ländern zugute kommen sollten, die sich nicht am Irak-Krieg beteiligt hatten. Australien hatte Soldaten für den Einsatz gestellt. Man habe bereits Aufträge bekommen, sagte Downer. (nz)