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Sat.1 erhält neuen Geschäftsführer

04. Dez 2003 16:47
Mit Sat.1 hat am Donnerstag auch der zweite Sender der größten deutschen börsennotierten Senderkette einen neuen Chef bekommen: Der Schweizer Roger Schawinski folgt Martin Hoffmann nach.

Roger Schawinski übernimmt mit sofortiger Wirkung die Geschäftsführung beim TV-Sender Sat.1. Das teilte die Konzernmutter ProSiebenSat.1 Media AG am Donnerstag in München mit. Sein Vorgänger Martin Hoffmann verlasse den Sender, hieß es ohne Angaben von Gründen weiter.

Zuvor hatte das Unternehmen bereits den Abschied von Claus Larass von der Führungsposition beim konzerneigenen Nachrichtensender N24 bekannt gegeben. Er wird durch Torsten Rossmann ersetzt, der zuvor Pressesprecher des Konzerns gewesen war.

Schawinski soll Sat.1 dynamischer machen

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Der Konzernvorstand hob die Arbeit Hoffmanns bei der Integration der beiden großen Sender in den Konzern hervor, zu deren Gelingen er «maßgeblich» beigetragen habe. Die Unternehmensführung bliebe dem 42-Jährigen «freundschaftlich verbunden», hieß es. Hoffmann war seit 1994 in verschiedenen Positionen für den im M-Dax geführten Konzern tätig gewesen und hatte Sat.1 seit November 2000 vorgestanden.

Mit Schawinski übernehme ein «hochprofessioneller, leidenschaftlicher Fernsehmanager und Unternehmer» das Ruder bei Sat.1, teilte der Konzern weiter mit. Der 58-jähringe promovierte Wirtschaftswissenschaftler hatte unter anderem 1998 den ersten landesweiten privaten TV-Sender in der Schweiz gegründet. Die Aufgabe des gebürtigen Zürchers werde es sein, den Sender im Interesse der Konzernmutter «dynamisch» weiterzuentwickeln, hieß es weiter.

Saban baut Konzernspitze um

Der nach der Übernahme der Mehrheit im TV-Konzern durch den US-Medienunternehmen Haim Saban im August 2003 erwartete Personalabbau bei ProSiebenSat.1 schreitet damit voran. Vor Larass und Hoffmann hatte bereits Fernsehvorstand Ludwig Bauer wegen Meinungsverschiedenheiten seinen Hut nehmen müssen. Saban hatte zunächst ein Bekenntnis zur Unternehmensspitze des TV-Konzerns abgelegt, aber nur den Vertrag mit Vorstandschef Urs Rohner verlängert.

Ziel des Personalwechsels ist auch eine Verkleinerung des Konzernvorstands. Die dort von Larass eingenommene Position wurde ebenso gestrichen wie zuvor der Posten Bauers. Neben Rohner sitzen inzwischen nur noch drei Manager in dem Führungsgremien. Dabei gilt die Position von Jürgen Doetz, der für Medienpolitik verantwortlich zeichnet, Medienberichten zufolge als gefährdet. (nz)

 
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