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Toll Collect «weit hinter Zeitplan»

03. Dez 2003 11:04
DaimlerChrysler-Vorstand Klaus Mangold
Toll-Collect-Aufseher Mangold sieht weitere Verzögerungen bei der Lkw-Maut, nennt aber noch immer keinen Starttermin. Dennoch hoffen die Konzerne hinter dem Konsortium auf Anschlussgeschäfte.

Der Start des Lkw-Maut-Systems wird sich nach Einschätzung des Vorstandsmitglieds von DaimlerChrysler , Klaus Mangold, weiter verzögern. «Wir sind auch in den nächsten Wochen nicht in der Lage, das System zu liefern», sagte Mangold am Dienstagabend in Berlin bei einer Veranstaltung des baden-württembergischen Umwelt- und Verkehrsministeriums. Wegen andauernder technischer Probleme liege das Projekt «weit hinter dem Zeitplan», räumte er ein.

Einen konkreten Startermin für die Maut nannte Mangold indes nicht. Das Bundesverkehrsministerium hat Toll Collect aufgefordert, bis zum 15. Dezember einen Starttermin zu nennen. Ansonsten droht Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD), den Betreibervertrag zu kündigen. Der Vertrag räumt ihm das Recht dazu ein. Neben dem Autokonzern stehen auch der französische Autobahnbetreiber Cofiroute und die Deutsche Telekom hinter dem Maut-Konsortium.

Konzerne hoffen auf Zusatzgeschäft

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Mangold, der aus dem Toll-Collect-Kontrollgremium ausscheiden wird, äußerte sich trotz der weiteren Verzögerung optimistisch über Anschlussgeschäfte der beteiligten Unternehmen nach dem Start der Maut. Das von Toll Collect entwickelte System sei europaweit das Einzige, das für mehrere Anforderungen einsetzbar sei. Mangold nannte die Verzögerungen durch technische Pannen ärgerlich. Angesichts der zu erwartenden Lebensdauer würden sie künftig «aber sicher als vernachlässigbar erscheinen».

DaimlerChrysler habe den Anspruch, über die reine Inkasso-Leistung für den Bund hinaus Mehrwert zu liefern und fühle sich daher «auch den Speditionen gegenüber verpflichtet». Der Konzern wolle daher künftig weiter gehende Dienste wie die Früherkennung von Staus und logistische Dienstleistungen in Verbindung mit dem System anbieten. Solcher Zusatznutzen werde für das Transportgewerbe künftig steigende Bedeutung haben, sagte Mangold weiter. (nz)

 
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