netzeitung.deFilmwirtschaft will Raubkopien stoppen

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Kampagnen-Motiv (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kampagnen-Motiv
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit einer Werbekampagne will die Filmindustrie gegen Raubkopierer vorgehen. Mit Plakaten auf denen «Verbrecherfotos» zu sehen sind, soll das Unrechtsbewusstsein geschärft werden.

Unter dem Motto «Raubkopierer sind Verbrecher» startet die deutsche Filmbranche im November eine Werbekampagne gegen das illegale Kopieren. Das teilte die Zukunft Kino Marketing GmbH (ZKM) am Donnerstag in Berlin mit. Vor allem das Herunterladen von geschützten Filmen aus dem Internet solle eingedämmt werden. Laut ZKM-Angaben haben die Deutschen von Januar bis August rund 30 Millionen CDs und DVDs mit Spielfilmen gebrannt. Der Branche entstehe dabei ein Verlust von mehr als einer Milliarde Euro, hieß es. «Wenn die Branche nichts tut, steht sie bald vor unlösbaren Problemen», sagte ZKM-Geschäftsführerin Elke Esser.
«Provokative Motive»
Die Kampagne sei provokativ und aggressiv, sagte Esser. Ein Plakat werde «Verbrecherfotos» von Raubkopierern zeigen. Darauf werde hingewiesen, dass das illegale Kopieren von Filmen mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden könne. Auf einem anderen Plakat sind Gefängnisinsassen zu sehen. Geplant seien auch Kino- und Fernsehspots, so die ZKM. Die Kampagne solle das Unrechtsbewusstsein der Verbraucher schärfen. Sie sei auf zwei Jahre angelegt. (nz)