netzeitung.deEM.TV bleibt in einer tiefen Krise

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Das Medienunternehmen EM.TV bleibt wegen millionenschwerer Wertberichtigungen tief in der Verlustzone, ein Umsatzplus wurde nur durch Zukäufe erreicht. Der Aktienkurs geriet unter starken Druck.

Das Medienunternehmen EM.TV kommt nicht aus den roten Zahlen heraus. In den ersten neun Monaten des Jahres erwirtschaftete der Konzern einen Fehlbetrag von rund 100 Millionen Euro, teilte der Vorstand am Donnerstag in München-Unterföhring mit. Grund dafür seien hohe Abschreibungen.

Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust noch bei 115 Millionen Euro gelegen. Im operativen Geschäft weitete EM.TV seinen Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) jedoch auf 78 Millionen Euro aus. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres hatte das Medienunternehmen einen operativen Verlust von 62,5 Millionen Euro erwirtschaftet.

Umsatz Dank Zukäufen gewachsen
Die Erlöse lagen den Angaben zufolge in den ersten neun Monaten 2003 bei 117,4 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei das ein Plus von 17 Prozent. Die Umsätze stiegen allerdings vor allem wegen des Einstiegs beim Fernsehsender DSF und in eine Produktionsfirma für Kinderprogramme, die erstemals in der Bilanz kosolidiert wurden. Die EM.TV-Aktie
geriet nach Vorlage der Neunmonats-Zahlen unter Druck. Das im S-Dax geführte Papier verlor im Handelsverlauf zwischenzeitlich fast 20 Prozent. (nz)