12. Nov 2003 11:12
Die TV-Kette ProSiebenSat.1 hat im dritten Quartal zwar Verlust gemacht, er fiel jedoch geringer als erwartet aus. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem geringerem Minus im Werbemarkt als bisher.
hat im dritten Quartal einen Nettoverlust von 6,9 Millionen Euro erwirtschaftet und den Fehlbetrag damit im Jahresvergleich deutlich reduziert. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit. Im Vorjahr hatte das Minus netto noch bei 49,3 Millionen Euro gelegen. Operativ steigerte sich das im M-Dax geführte Unternehmen ebenfalls deutlich: Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) betrug den Angaben zufolge in der abgelaufenen Periode 20 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte das Ebitda bei minus 11,8 Millionen Euro gelegen. Zudem lag der Vorsteuerverlust mit 11,1 Millionen Euro leicht über den Schätzungen der Analysten.Zum ersten Mal seit Anfang 2000 verzeichnete das TV-Unternehmen dabei einen Anstieg des Umsatzes. Er stieg den Angaben zufolge im Jahresvergleich um drei Prozent auf 362,7 Millionen Euro. Der Anstieg überraschte um so mehr, als das dritte Quartal im Fernsehgeschäft traditionell als das schwächste gilt.
Vorstandschef Urs Rohner bezeichnete das Quartalsergebnis als «erfreulich». Der «positive Trend des zweiten Quartals» habe sich nicht nur fortgesetzt, sondern sogar noch «erheblich» verstärkt. Rohner verwies als Grund für das bessere operative Ergebnis auf die Kostensenkungen im Unternehmen, die den Personalaufwand in den ersten neun Monaten um fünf Prozent unter das Vorjahresniveau gedrückt hätten. Das Unternehmen rechne daher unverändert mit einem positiven Ebitda in dreistelliger Millionenhöhe im gesamten Jahr, sagte er.Die Prognose für den Werbemarkt hob ProSiebenSat.1 hingegen deutlich an, auch wenn das Unternehmen weiter mit einer Schrumpfung rechnet. Der Konzern sieht für das Jahr 2003 ein Minus beim Netto-TV-Werbemarkt von fünf bis sieben Prozent. Zuvor hatte ProSiebenSat.1 noch eine Schrumpfung um bis zu zehn Prozent befürchtet. Der Werbemarkt zeige «erste positive Signale», hieß es. Damit werde der «positiven Marktentwicklung des dritten Quartals» Rechnung getragen. (nz)