11. Nov 2003 10:56, ergänzt 12:56
Exporte aus Deutschland haben im September nach einem Rückgang im August wieder zugenommen. Der Außenhandelsüberschuss lag über dem Stand des Vorjahresmonats.
Der deutsche Außenhandel hat im September nach einem Rückgang im August wieder zugelegt. Insgesamt seien Waren im Wert von 58,3 Milliarden Euro ausgeführt worden, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden anhand vorläufiger Ergebnisse mit. Damit stiegen die Ausfuhren gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,6 Prozent. Im August waren die Exporte noch um mehr als vier Prozent zurückgegangen.Besonders stark florierte der Außenhandel mit den anderen Staaten der EU. Die Ausfuhren in EU-Mitgliedstaaten stiegen binnen Jahresfrist um 8,6 Prozent auf 32,3 Milliarden Euro. Von dort bezog Deutschland Waren für 24,5 Milliarden Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 1,8 Prozent entspricht. Der Export in die zwölf Länder der Eurozone stieg sogar um 10,8 Prozent. Die Ausfuhren in Länder außerhalb der EU steigerten sich dagegen nur um gut zwei Prozent.
Nach Deutschland wurden dagegen Waren im Wert von 43,9 Milliarden Euro eingeführt, wie es weiter hieß. Das bedeute im Jahresvergleich ein Plus von 1,4 Prozent. Damit stieg der Außenhandels-Überschuss auf 14,3 Milliarden Euro nach 11,8 Milliarden Euro im September 2002.Nach den Sommerferien habe der Export erwartungsgemäß wieder angezogen, sagte der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Anton Börner in Berlin. Der deutsche Außenhandel sei mit seinem Überschuss «auf Rekordkurs». Die Importentwicklung sei dagegen «erstaunlich schwach». Börner ergänzte, die EU-Osterweiterung und die boomende Wirtschaft in Asien böten auch für die nächsten Jahre gute Wachstumschancen. Um diese zu nutzen, müsse Deutschland weiter an seiner Wettbewerbsfähigkeit arbeiten.
Die Leistungsbilanz weist nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank insgesamt im September 2003 einen Überschuss von 9,3 Milliarden Euro aus, wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 7,8 Milliarden Euro ausgewiesen. (nz)