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Lauda übernimmt Mehrheit
an Aero-Lloyd-Austria

05. Nov 2003 10:10, ergänzt 13:57
Niki Lauda
Der Lauda-Air-Gründer Niki Lauda übernimmt die Mehrheit an der Aero-Lloyd Austria. Der ehemalige Rennfahrer hält die Anteile persönlich. Eine Übernahme auch der deutschen Aero Lloyd sei keine Option gewesen, sagte er.

Der Lauda-Air-Gründer und Ex-Formel 1-Weltmeister Niki Lauda übernimmt die Mehrheit an der Österreich-Tochter der insolventen Airline Aero Lloyd. Dies sei am Dienstagabend von den Gerichten in Deutschland entschieden worden, sagte Lauda am Mittwoch in Wien, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete.

Er werde 51 Prozent der Aero-Lloyd-Austria vom bisherigen Mehrheitseigentümer, dem Film- und Fernsehproduzenten Michael Wolkenstein, kaufen. Darüber hinaus wolle er weitere Anteile erwerben. Bisher hielt die deutsche Aero Lloyd 49 Prozent. Wie hoch der Anteil ist, den die deutsche Aero Lloyd abgibt, wurde nicht mitgeteilt. Auch über die Details des Einstiegs sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es.

Seine Anteile hält Lauda persönlich. Der Neustart der Aero Lloyd erfordere ein Kapital von vier Millionen Euro, die er selbst aufbringen wolle, sagte er dem Bericht zufolge.

Nur von Österreich fliegen

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Derzeit würden die Konzepte mit entsprechenden Flugzielen ausgearbeitet, um so schnell wie möglich fliegen zu können. Er wolle kein ausgesprochenes Billig-Airline-Konzept durchsetzen, sondern mit wettbewerbsfähigen Preisen am Markt auftreten, sagte Lauda den Angaben zufolge. Vorerst sei geplant, von Österreich aus zu fliegen. Als mögliche Ziele nannte Lauda laut APA Märkte wie Italien, Skandinavien, Frankreich und Osteuropa, wo es noch kaum Billig-Airlines gebe.

Lauda sagte laut APA, er sei dabei, für die neue Airline einen Namen zu kreieren. Das Wort «Lauda» darf nicht enthalten sein, da die Rechte dafür bei Austrian Airlines liegen. Die Übernahme der gesamten - auch der deutschen - Aero Lloyd sei für ihn keine Option gewesen, betonte der frühere Rennfahrer.

Wettbewerbsklausel läuft ab

Die Rückkehr in die Flugbranche kommt für Lauda zur rechten Zeit. Wegen wirtschaftlicher Probleme musste der Österreicher vor drei Jahren alle Anteile an seiner Fluglinie Lauda Air an das Konkurrenzunternehmen Austrian Airlines verkaufen und zusichern, sich bis Ende 2003 nicht im Luftfahrtgeschäft zu betätigen.

Aero Lloyd, die fünftgrößte deutsche Chartergesellschaft, hatte Mitte Oktober den Flugbetrieb einstellen müssen, weil die Bayerische Landesbank einen vorgelegten Sanierungsplan abgelehnt und den Geldhahn zugedreht hatte. (nz)

 
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