04. Nov 2003 14:45
Der US-Mischkonzern Tyco gibt im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms 219 Anlagen auf. Die Pläne scheinen zu greifen: Im vergangenen Quartal wurde der Verlust erheblich abgebaut.
Der amerikanische Mischkonzern Tyco hat im abgelaufenen Quartal den Verlust reduziert und zugleich die Streichung von 7200 Stellen angekündigt. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, fiel unter dem Strich ein Minus von 297,1 Millionen Dollar oder 15 Cent je Aktie an. Im Vorjahr lag der Verlust noch bei 1,4 Milliarden Dollar oder 72 Cent pro Aktie.Ohne Sonderaufwendungen für Restrukturierung und Desinvestition sei ein Gewinn von 34 Cent je Aktie entstanden. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten leicht. Der Umsatz legte um 1,1 Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar zu.
Tyco setzt den Angaben zufolge derzeit ein Restrukturierungsprogramm um. Teil des Plans ist die «Konsolidierung» von 219 Anlagen des Konzerns. Damit stehen 7200 Arbeitsplätze vor dem Aus. Die Stellenstreichungen betreffen rund drei Prozent aller weltweit für Tyco arbeitenden Mitarbeiter, wie ein Unternehmenssprecher erläuterte. Auf der Verkaufsliste von Tyco stehen insgesamt 50 Geschäftsfelder, die insgesamt sechs Prozent zum Konzernumsatz beitragen.Den Angaben zufolge setzt der Konzern rund 400 Millionen Dollar an Restrukturierungskosten an, die hauptsächlich im Geschäftsjahr 2004 verbucht werden sollen. Von den Maßnahmen erhofft sich das Unternehmen von 2005 an jährliche Einsparungen von 230 Millionen Dollar.
Für das laufende erste Geschäfts-Quartal gibt sich Tyco vorsichtig: Erwartet wird ein Gewinn pro Aktie zwischen 30 und 32 Cent, während Analysten auf 33 Cent je Aktie tippen. Auch die Konzernprognose für das Geschäftsjahr 2004 bleibt unter den Erwartungen des Marktes. (nz)