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Stärkstes Wirtschaftswachstum
in den USA seit 19 Jahren

30. Okt 2003 14:49, ergänzt 17:57
Das Wachstum der US-Wirtschaft im dritten Quartal hat alle Experten überrascht: Die größte Volskwirtschaft der Welt wuchs so rasant wie seit fast 20 Jahren nicht mehr.

Die US-Wirtschaft hat im abgelaufenen Quartal den stärksten Wachstumsschub seit mehr als 19 Jahren erlebt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im dritten Quartal binnen Jahresfrist um 7,2 Prozent gestiegen, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington auf Basis einer ersten Schätzung mit.

Damit übertraf das Plus die Konsens-Prognose der Wall-Street-Experten von sechs Prozent deutlich. Ein ähnlich starkes Wirtschaftswachstum hatte es in den USA zuletzt zum Jahresauftakt 1984 gegeben. Damals war das BIP mit einer Jahresrate von neun Prozent gewachsen.

Unternehmen investieren wieder mehr

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  • Die Unternehmensinvestitionen stiegen den Angaben zufolge sogar um 11,1 Prozent, nachdem sie im ersten Quartal noch um mehr als vier Prozent zurückgegangen waren, teilte das Minsiterium weiter mit. Der private Konsum, der zu mehr als zwei Dritteln zum US-BIP beiträgt, sei um 6,6 Prozent gestiegen. Das ist das größte Plus seit Anfang 1988.

    Im Gegensatz zum zweiten Quartal waren in der abgelaufenen Periode Rüstungsausgaben nicht für den starken Anstieg verantwortlich: Sie blieben im Vergleich zum Vorquartal unverändert, nachdem sie zwischen April und Juni noch um 45,8 Prozent in die Höhe geschnellt waren.

    Das kräftige BIP-Wachstum hängt aber auch mit dem durch den schwachen Dollar verstärkten Export zusammen. Im vergangenen Quartal stiegen die Ausfuhren, die im BIP berücksichtigt werden, um 9,3 Prozent. Die Importe wuchsen hingegen nur um 0,1 Prozent.

    Zahl der Erstanträge rückläufig

    Außerdem teilte die US-Regierung mit, dass in der vergangenen Woche die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 5000 auf 386.000 gesunken sei. Damit erreichte die Zahl den niedrigsten Stand seit Mitte September. Volkswirte hatten allerdings mit einem Rückgang auf 385.000 Erstanträge gerechnet. Eine Zahl von weniger als 400.000 Erstanträgen gilt als Anzeichen für eine Entspannung auf dem US-Arbeitsmarkt.

    Angesichts des rasanten Wachstums zog auch der Preisauftrieb an: Der Preis-Index sei auf 1,7 Prozent gestiegen, nachdem er im Vorquartal noch bei einem Prozent gelegen hatte, hieß es weiter. Sorgen um eine deflationäre Entwicklung, also einer Phase generell sinkenden Preise, sind damit zumindest vorerst beendet. (nz)

     
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