netzeitung.deSat.1 muss weiter sparen

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Haim Saban (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Haim Saban
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nach dem Kauf der Mehrheit an ProSiebenSat.1 setzt Haim Saban offenbar auf Wiederholungen: So sollen die Programmkosten bei Sat.1 nochmals um ein Zehntel sinken.

Der neue Eigentümer von ProSiebenSat.1 Media AG
, der US-Investor Haim Saban, verschärft den Sparkurs des Münchener Fernsehkonzerns. Bei dem umsatzstärksten Sender der im M-Dax geführten Gruppe, Sat.1, sollen 2004 die Programmkosten erneut um knapp 60 Millionen Euro gesenkt werden, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ) am Dienstag vorab unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete. Das sind gut zehn Prozent.

Die Ausgaben für das Programm des Senders machen rund 80 Prozent der Gesamtkosten aus. Im laufenden Jahr hat Sat.1 bereits 150 Millionen Euro eingespart. Um die Sparvorgaben umsetzen zu können, wolle Sat.1 in Zukunft während der Sommermonate mehr Wiederholungen senden als bisher, berichtete die Zeitung weiter.

Keine Empfehlung für Saban-Tauschangebot
Auch ProSieben muss nach Informationen der «FAZ» weitere Einsparmöglichkeiten suchen. Nachdem Sat.1 im vergangenen Jahr hohe Verluste verbucht hatte, strebt der Sender für 2003 ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis an.

Ebenfalls am Dienstag teilte der Vorstand und Aufsichtsrat von ProSiebenSat.1 Media mit, bezüglich des Angebots von Saban für die noch ausstehenden Aktien keine Empfehlung an die Aktionäre zu geben. Beide Gremien kämen zwar zu dem Ergebnis, dass das Pflichtangebot den gesetzlichen Anforderungen entspreche. Der derzeitige Wert der Vorzugsaktien übersteige jedoch die von Saban angebotene Gegenleistung. «Eine Handlungsempfehlung an die Aktionäre, das Angebot anzunehmen oder abzulehnen, wird von Vorstand und Aufsichtsrat nicht abgegeben», hieß es in der Mitteilung. (nz)