28. Okt 2003 12:02
Die Nutzfahrzeug-Hersteller in Deutschland leben weiter von der Ausfuhr: Im September wurden neun Prozent mehr Fahrzeuge exportiert, während die Nachfrage im Inland nur verhalten zulegte.
Die deutschen Nutzfahrzeug-Hersteller haben im September 23.3000 Einheiten ausgeführt. Das teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag in Frankfurt am Main mit. Die Ausfuhren überstiegen damit den Vorjahreswert um neun Prozent. In der ersten neun Monaten des Jahres liegt der Export den Angaben zufolge mit drei Prozent im Plus.Die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland stieg hingegen mit plus zwei Prozent und 23.000 Einheiten im Jahresvergleich leichter an. Grund sei die «weiterhin verhaltene Gesamtkonjunktur und Investitionsgüternachfrage in Deutschland», hieß es. In den ersten neun Monaten des Jahres insgesamt blieb die Nachfrage aus dem Inland mit knapp 194.000 Stück allerdings um zwei Prozent hinter dem Vorjahreszeitraum zurück.
Insgesamt wurden den VDA-Angaben zufolge im September 31.840 Nutzfahrzeuge gefertigt. Das ist ein Plus von sechs Prozent zum Vorjahresmonat. Von Januar bis September blieb die Produktionszahl mit knapp 254.000 allerdings konstant. Vor allem schwere Nutzfahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als sechs Tonnen wurden im September häufiger hergestellt: Hier lag die Produktionszahl um 16 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats, wie es weiter hieß.Auch im deutschen Omnibus-Sektor gebe es bis einschließlich September «Anzeichen einer Erholung», hieß es weiter. Die Auftragseingänge hätten «um gut ein Viertel» über dem Vorjahresniveau gelegen. Dabei habe die Binnennachfrage um elf Prozent, die aus dem Ausland sogar um 36 Prozent angezogen. In den ersten drei Quartalen seien mit 7400 Fahrzeugen neun Prozent mehr Busse gefertigt worden als im Vorjahreszeitraum, hieß es weiter. (nz)