netzeitung.deReuters-Umsatz fällt weniger als erwartet

 Herausgeber: netzeitung.de

Der Informations-Dienstleister Reuters hat im dritten Quartal des Jahres acht Prozent weniger Umsatz gemacht. Das Unternehmen gibt sich für das Gesamtjahr etwas optimistischer.

Der Nachrichtendienst und Anbieter von Finanzinformationen Reuters hat im abgelaufenen Quartal einen Umsatz von 789 Millionen Pfund Sterling (rund 1,14 Milliarden Euro) erwirtschaftet. Wie das Unternehmen am Montag in London mitteilte, ist das ein Rückgang um acht Prozent im Jahresvergleich. Im dritten Quartal 2002 hatte die Reuters-Gruppe noch insgesamt 855 Millionen Pfund umgesetzt.

Angaben zum Quartalsgewinn machte das Unternehmen zunächst nicht. Der Umsatzrückgang habe auf vergleichbarer Basis 10,9 Prozent betragen. Das liegt leicht unter dem vom Konzern selbst erwarteten Minus zwischen elf und zwölf Prozent. Reuters leidet bereits seit längerem unter dem Personalabbau im weltweiten Finanzsektor, der sich in der Nachfrage nach seinen Produkten negativ niederschlägt. Das Unternehmen baut daher seinerseits umfangreich Prersonal ab.

Umsatzerwartung leicht verbessert
Reuters-CEO Tom Glocer sagte, das Quartal sei «ein bisschen besser als erwartet» gewesen. Das Unternehmen fasse weiter Fuß auf dem US-Markt. Angesichts des geringer als erwartet ausgefallenen Umsatzrückgangs korrigierte Glocer auch die Erwartungen für das Gesamtjahr leicht nach oben: Er rechne nun damit, dass das Minus bei den Verkäufen elf Prozent betragen werden. Es könne aber auch «etwas besser» sein, sagte Glocer. (nz)