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ProSieben-Vorstand angeblich vor Halbierung

24. Okt 2003 19:38
Haim Saban
Der neue Eigentümer von ProSiebenSat.1, Haim Saban, will einem Pressebericht zufolge den Vorstand halbieren. Das Unternehmen wies dies als Spekulation zurück.

Der neue Mehrheitsaktionär bei der TV-Kette ProSiebenSat.1 , der US-Investor Haim Saban, plant einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» zufolge eine Halbierung des Vorstandes. Wie die Zeitung ohne Angaben von Quellen berichtete, sollen neben Vorstandschef Urs Rohner nur Finanzvorstand Lothar Lanz und der von Saban selbst installierte Vorstand für das Tagesgeschäft Guillaume de Posch im Vorstand bleiben.

Gehen müssten demnach die derzeitigen Vorstände Claus Larass und Ludwig Bauer. Der für Medienpolitik zustände Vorstand Jürgen Doetz solle sein Fachgebiet weiter betreuen, möglicherweise als Direktor, der an Rohner berichte, so das Blatt. «Es gibt Überlegungen, die Größe und Zusammensetzung des Vorstandes zu verändern», sagte ProSiebenSat.1-Sprecher Torsten Rossmann der Netzeitung. Es sei aber keine Entscheidung getroffen worden. Insofern sei der Artikel der «Süddeutschen» spekulativ.

Eigenproduktionen auf dem Prüfstand

Mehr in der Netzeitung:
  • Saban fordert Werbeverbot für ARD und ZDF 22. Okt 2003 13:13
  • Saban-Angebot für ProSieben-Aktionäre läuft 16. Okt 2003 11:37, ergänzt 11:39
  • ProSiebenSat.1 hält vorerst an N24 fest 15. Okt 2003 09:02, ergänzt 11:20
  • Künftig soll es dem Zeitungsbericht zufolge eine Profitvorgabe von 15 Prozent Rendite auf den Gesamt-Umsatz geben. Vorstand de Posch untersuche derzeit jeden Programmplatz auf den Deckungsbeitrag hin. So seien nun teure Eigen- oder Auftragsproduktionen in Gefahr. Vor allem Pro Sieben solle «amerikanischer werden», wurde ein Vertrauter zitiert. Für Sat.1 seien tendenziell weniger Event-Shows geplant.

    Besonders unter der Lupe steht der Nachrichtenkanal N24, der in diesem Jahr wohl einen Verlust von 20 Millionen Euro verbuchen wird. Eine Lösung für N24 sieht einen Teilverkauf an Interessenten wie Rupert Murdoch oder NBC vor. Eine Alternative wäre, N24 in einen lockeren Info-Kanal zu verwandeln, der dann auch Comedy und Klatsch böte. (nz)

     
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