23. Okt 2003 11:07, ergänzt 17:37
Die Bundesregierung will sich für das kommenden Jahr nicht auf eine konkrete Wachstumsprognose festlegen. Als Rechnungsgröße für den kommenden Haushalt wird ein BIP-Zuwachs von 1,7 Prozent veranschlagt.
Die Wirtschaft in Deutschland wird im kommenden Jahr nach Meinung der Bundesregierung zwischen 1,5 und zwei Prozent wachsen. Damit verzichtet die Regierung erstmals auf eine punktgenaue Prognose. 2004 werde sich die beginnende Aufwärtsentwicklung der Konjunktur fortsetzen und an Breite gewinnen, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit am Donnerstag in Berlin mit. Der Haushaltsplanung soll eine Wachstumsprognose von 1,7 Prozent zugrunde liegen. Bisher war die Regierung von einem Wachstum in 2004 von zwei Prozent ausgegangen. Das laufende Jahr wird die Wirtschaft nach Meinung des Ministeriums mit einer «schwarzen Null» abschließen - und zwar wegen des «ungünstigen» ersten Halbjahrs, wie Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) sagte. Ferner sprach Clement von einer «konjunkturellen Erholung», bezeichnete die Situation allerdings nicht als Aufschwung. Er schloss sich damit der Wortwahl der sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem am Dienstag vorgelegten Herbstgutachten an.