20. Okt 2003 15:17
Der Überschuss in der Handelsbilanz der Eurozone ist im August gegenüber dem Vormonat und Vorjahr gesunken. Seit Jahresbeginn sank vor allem der Handel mit den USA.
Die Eurozone hat nach ersten Schätzungen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat im August 2003 einen Handelsbilanz-Überschuss von 6,5 Milliarden Euro erzielt. Wie die Behörde am Montag in Luxemburg mitteilte, fiel der Überschuss damit 2,2 Milliarden Euro niedriger aus als im August des Vorjahres. Im Juli 2003 hatte der Überschuss 13,3 Milliarden Euro betragen.Die Ausfuhren nahmen im August gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 2,8 Prozent zu, wie Eurostat erläuterte. Die Einfuhren seien um 3,8 Prozent gestiegen.
Für alle 15 EU-Mitgliedstaaten zusammen ergab sich Eurostat zufolge im August ein vorläufiger Überschuss von 1,3 Milliarden Euro nach einem Überschuss von 6,3 Milliarden Euro im Vormonat. Dabei seien die Ausfuhren saisonbereinigt gegenüber Juli 2003 um drei Prozent gestiegen, die Einfuhren hätten um 2,3 Prozent zugenommen.Deutschland verteidigte seine Führung als größter Exporteur innerhalb der EU. Dadurch erzielte Deutschland in den ersten sieben Monaten dieses Jahres den höchsten Handelsbilanzüberschuss der 15 EU-Länder mit einem Plus von 73,3 Milliarden Euro. Den zweitgrößten Überschuss erreichte Irland. Die größten Defizite verbuchten demnach das Vereinigte Königreich sowie Spanien.
Nach Ländern getrennt nahmen vor allem Ein- und Ausfuhren mit den USA ab. Auch mit der Schweiz und Japan fand weniger Handel statt. Die stärksten Anstiege seien bei den Einfuhren aus und Ausfuhren nach China verzeichnet worden. Auch der Handel mit der Türkei sei gewachsen. (nz)