netzeitung.deNochmals mehr Insolvenzen im Juli

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Die Zahl der Verbraucher-Insolvenzen ist auch im Juli spürbar angestiegen. In den ersten sieben Monaten sank allerdings die Summe ausstehender Zahlungen.

Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist auch im Juli gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, meldeten die Amtsgerichte im Sommermonat 9186 Insolvenzen von Unternehmen, Selbstständigen und Verbrauchern. Das seien 20,8 Prozent mehr als im Juli des Vorjahres. Die Zahl der Unternehmens-Insolvenzen stieg demnach um 8,5 Prozent, die der Insolvenzen anderer Schuldner um 30,2 Prozent.
Steiler Anstieg von Privatpleiten
Extrem zugenommen haben die Pleiten von Privatpersonen. 3107 Verbraucher mussten den Angaben zufolge im Juli Insolvenz anmelden. Das sind 55 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis Juli 2003 wurden 58.701 Insolvenzen verzeichnet. Das entspricht den Statistikern zufolge einer Zunahme um gut 24 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Davon entfielen 18.774 Insolvenzen auf Verbraucher, über zwei Drittel mehr als in den ersten sieben Monaten des Jahres 2002. Unternehmens-Pleiten stiegen um neun Prozent auf 23.537 Insolvenzen. Die Gesamthöhe aller offenen Forderungen sei in den ersten sieben Monaten 2003 mit 26 Milliarden Euro um ein Fünftel niedriger gewesen als in der Vorjahresperiode. (nz)