10.10.2003
Herausgeber: netzeitung.de
GE-Chef Jeff Immelt
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Gewinn beim US-Mischkonzern General Electric ist im dritten Quartal leicht gefallen. Der Konzern kauft allerdings den Medizintechnik-Hersteller Amersham und rechnet mit mehr Wachstum.
Der US-Mischkonzern General Electric (GE) hat im dritten Quartal einen Nettogewinn von vier Milliarden Dollar oder 40 Cent je Aktie erwirtschaftet. Das teilte das Unternehmen am Freitag in Fairfield im US-Bundesstaat Connecticut mit. Das Ergebnis lag damit um 100 Millionen Dollar unter dem Wert des Vorjahresquartals, traf aber die Schätzungen der Analysten. Durch eine Umstellung der Rechnungslegung sinkt der ausgewiesene Gewinn jedoch auf 36 Cent je Aktie.
Der Quartalsumsatz stieg den Angaben zufolge im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 33,4 Milliarden Dollar. Dabei seien die Umsätze im Industriegeschäft um fünf Prozent zurückgegangen, hieß es. Vor allem das hier angesiedelte Turbinengeschäft sei schwach gelaufen und habe sich auch negativ auf die Ergebnisentwicklung ausgewirkt.
Weiter auf EinkaufstourZugleich teilte GE mit, den britischen Medizintechnikhersteller Amersham für 5,7 Milliarden Pfund Sterling (rund 9,6 Milliarden Dollar) in Aktien zu übernehmen. Über das Geschäft war bereits seit Tagen am Markt spekuliert worden. Der Konzern zahlt damit einen Aufschlag von gut einem Fünftel auf den Amersham-Schlusskurs von Donnerstag. GE-Chef Jeffrey Immelt verwies auf rund 13 Milliarden Dollar Umsatz, die Amersham in diesem Jahr erwirtschaften wird. Das britische Unternehmen gilt als Weltmarktführer bei so genannten Kontrastmitteln, die für medizinische Film-Aufnahmen von Organen und Gewebe benötigt werden.
Der Kauf gebe zusammen mit der Übernahme der Unterhaltungssparte von Vivendi, die mit dem GE-Sender NBC verschmolzen wird, «unserem Unternehmen einen starken Impuls für die Zukunft», sagte Immelt weiter. Er rechne mit einem Gewinn je Aktie von 45 bis 47 Cent im Schlussquartal. Das wäre zwar ein Plus von 45 Prozent zur Vorjahresperiode - kommt aber einer Gewinnwarnung gleich: Zuvor hatte das Unternehmen einen Gewinn zwischen 46 und 49 Cent vorhergesagt. Für das Gesamtjahr prognostizierte Immelt einen Gewinn je Aktie zwischen 1,55 und 1,57 Dollar. (nz)