netzeitung.deVivendi und GE unterzeichnen Fusionsvertrag

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Der Zusammenschluss der Unterhaltungs-Sparten von Vivendi und General Electric ist in trockenen Tüchern. Die beiden Konzerne unterzeichneten den Fusionsvertrag. Hintergrund: Der Weg zur Fusion Fünf Konzerne bieten für Vivendi Entertainment GE erwägt offenbar NBC-Fusion MGM will Vivendi Entertainment nicht mehr Interesse an Vivendis Filmstudios schwindet Liberty steigt im Rennen um Universal aus Vivendi: Gespräche nur noch mit zwei Bietern Vivendi bevorzugt General Electric Vivendi Entertainment und NBC werden eins NBC-Fusion mit Vivendi-Tochter auf gutem Weg

Die Fusion zwischen dem US-Fernsehsender NBC und der Entertainment-Sparte des französisch-amerikanischen Medienkonzerns Vivendi, Vivendi Universal Entertainment (VUE), ist unter Dach und Fach. Wie Vivendi und der NBC-Mutterkonzern General Electric (GE) am Mittwoch in Paris mitteilten, wurde der Vertrag zur Verschmelzung der beiden Sparten unterzeichnet. Das Geschäft solle im ersten Halbjahr 2004 abgeschlossen werden, hieß es.

General Electric wird den Angaben zufolge 80 Prozent an dem fusionierten Unterhaltungs-Unternehmen halten, das unter dem Namen NBC Universal firmieren wird. Das restliche Fünftel der Anteile verbleibt zunächst bei Vivendi. Ab 2006 können die Franzosen ihre Anteile an dem von NBC-Chef Bob Wright geführten Unternehmen schrittweise verkaufen.

GE blieb am Ende als einziger Bieter übrig
GE zahle den VUE-Aktionären insgesamt 3,8 Milliarden Dollar in bar, teilten die Unternehmen weiter mit. Hauptaktionär Vivendi, der bisher 86 Prozent an VUE hält, erhalte damit 3,3 Milliarden Dollar für seinen Anteil. Zudem übernehme NBC Universal rund 1,7 Milliarden Dollar Schulden.

Die beiden Unternehmen erwarten mögliche Synergieeffekte in einem Volumen zwischen 400 Millionen und 500 Millionen Dollar. Durch die VUE-Übernahme erhält das GE-Fernsehnetzwerk unter anderem das Hollywood-Filmstudio Universal, drei Kabelnetze sowie Vergnügungsparks. NBC besaß bislang als einziges der vier großen amerikanischen TV-Unternehmen kein «Major»-Studio in Hollywood.

GE und Vivendi hatten seit Anfang September exklusive Gespräche über ein Zusammengehen der beiden Unterhaltungssparten geführt. Zuvor waren andere Bieter wie das Filmstudio MGM und der Medienkonzern Liberty abgesprungen; die Investorengruppe um den ehemaligen Besitzer der Universal-Filmstudios Edgar Bronfman Jr. wollte Vivendi nicht als Käufer haben.

Vivendi will Schulden reduzieren
Mit der Abspaltung der Entertainment-Sparte konzentriert sich Vivendi auf sein Telekommunikations- sowie sein Musikgeschäft. Außerdem versucht der Konzern, den massiven Schuldenberg in Höhe von knapp 14 Milliarden Euro abzubauen, den Ex-Chef Jean-Marie Messier durch weltweite Expansion und Zukäufe aufgetürmt hatte. Messiers Nachfolger Jean-Rene Fourtou will sich bis Ende 2004 von Beteiligungen im Wert von rund 16 Milliarden Dollar trennen. (nz)