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Deutsche Wirtschaft in konjunktureller Wende

06. Okt 2003 12:21, ergänzt 19:10
Bundesfinanzminister Hans Eichel
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag erwartet, dass der deutsche Export 2004 wieder in Schwung kommt. Auch die Regierung ist optimistisch: Nach Worten von Hans Eichel hat die Wirtschaft das Schlimmste hinter sich.

Die deutsche Exportwirtschaft steht offenbar vor einem Aufschwung. Die exportierenden Unternehmen könnten im kommenden Jahr «wieder aufatmen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, am Montag in Berlin.

Die deutschen Auslandshandelskammern rechneten mit einem Anstieg der Ausfuhren von fast fünf Prozent, so Wansleben. Die Einfuhren sollten 2004 um gut vier Prozent zunehmen. Für dieses Jahr erwartet der DIHK den Angaben zufolge eine Exportzunahme um zwei Prozent und ein Importplus von 2,4 Prozent. Für diese relativ schwache Entwicklung sei neben der schlechten Weltkonjunktur auch der starke Eurokurs verantwortlich.

Eichel: Wirtschaft hat Krise hinter sich

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  • Auch die Bundesregierung hat sich optimistisch zur Entwicklung der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr geäußert. Finanzminister Hans Eichel (SPD) sagte am Montag nach einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Francis Mer in Trier: «Wir sind an einer konjunkturellen Trendwende». Nach vorläufigen Zahlen sei die Wirtschaft im dritten Quartal leicht gewachsen. Die Bundesregierung will ihre neue Wachstumsprognose bereits am 23. Oktober vorstellen. Das teilte am Montag ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums mit.

    Ausland will Autos «made in Germany»

    Wie DIHK-Hauptgeschäftsführer Wansleben weiter sagte, wird der Aufschwung der Exporte im kommenden Jahr von einer breiten Basis getragen werden. In den vergangenen zwei Jahren hätten lediglich China und die Länder Mittel- und Osteuropas verstärkt deutsche Güter nachgefragt.

    Besonders gefragt sind im Ausland Autos und Autoteile aus Deutschland, außerdem Maschinen und chemische Erzeugnisse. Wichtigster Abnehmer in der EU ist Frankreich. Außerhalb Europas kaufen die USA am meisten deutsche Produkte. (nz)

     
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