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Pflichtangebot für ProSiebenSat.1-Aktien steht

29. Sep 2003 11:38
US-Medienunternehmer Haim Saban
Haim Saban hat ein Pflichtangebot für die freien Aktionäre von ProSiebenSat.1 ausgearbeitet. Die Bafin prüft noch, ob es den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Der neue Eigentümer der TV-Gruppe ProSiebenSat.1 Media AG , Haim Saban, hat kurz vor Ablauf der gesetzten Frist ein Pflichtangebot an die freien Aktionäre des Unternehmens bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zur Prüfung eingereicht. Das sagte eine Sprecherin der Behörde am Montag der Netzeitung und bestätigte damit einen Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Sabans Zwischenholding P7S1 hatte das Angebot sowohl für die Inhaber von Stamm- wie von Vorzugaktien bereits im August angekündigt.

Nicht bestätigen wollte die Bafin-Sprecherin, dass Saban demnach sechs Euro je Vorzugsaktie zahlen will. Die nicht an der Börse notierten Stammaktien sind Saban dem Bericht zufolge jeweils acht Euro wert. Die Frist für die Einreichung eines Angebots lief am Montag ab. Die Bafin habe zehn Tage Zeit, um über die Rechtmäßigkeit des Angebots zu entscheiden, sagte die Sprecherin weiter. Meist macht die Behörde jedoch von der Möglichkeit Gebrauch, die Prüfphase um weitere fünf Werktage auszudehnen.

Frist war verlängert worden

Mehr in der Netzeitung:
Nach der Übernahme der Mehrheit bei ProSiebenSat.1 ist Saban gemäß deutschem Aktienrecht zu einem Kaufangebot an die freien Aktionäre verpflichtet. Der Preis errechnet sich üblicherweise aus dem durchschnittlichen Kurs der 30 Handelstage, die der Übernahme vorausgegangen waren. Die Bafin hatte die dafür gesetzte Frist bereits einmal um zwei Wochen verlängert.

Saban hatte bei seien ersten, gescheiterten Übernahmeversuch nach einem Weg gesucht, ein Pflichtangebot zu vermeiden. Beim zweite Übernahmeversuch hatte Saban Anfang August Erfolg gehabt und eine Mehrheit von 36 Prozent des Stammkapitals und 72 der Stimmrechte von der insolventen KirchMedia gekauft. Medienberichten zufolge soll er dafür rund 130 Millionen Euro gezahlt haben. (nz)

 
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