Hintergrund: Der «dreifache Hexensabbat»
19.09.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Viermal im Jahr, jeweils am dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember ist ein solcher Verfallstermin am deutschen Aktienmarkt. Dann laufen die Futures und Optionen auf den Dax und zugleich die Optionen auf Einzelwerte aus.
Nun versuchen Käufer von Futures oder Optionen vor dem Verfallstermin, die aktuellen Kurse auf ein Niveau zu treiben, das ihrem Engagement an der Terminbörse entspricht. Wer etwa eine Option auf den Dax mit einem Dax-Stand von 3600 Punkten erworben hat, ist daran interessiert, dass der Dax zum Verfalls-Zeitpunkt über dieser Marke steht. Dasselbe gilt für Futures und Optionen auf Einzeltitel.
Hinter dem Treiben stecken in der Regel größere Investoren, etwa Investmentfonds oder Vermögensverwalter. Privatanleger sollten dagegen besser ihre Finger von solchen «Tagesspielereien» lassen, rät das Deutsche Aktieninstitut. Der Handelsverlauf sei an Hexensabbat-Tagen unübersichtlich und nur schwer einzuschätzen. «Denn an diesen Hexentagen und manchmal schon an den Tagen davor ändert sich das Kursbild bei einzelnen Aktien oft in Sekundenschnelle.»
Für das Web ediert von Matthias Breitinger

