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EZB sieht erste Anzeichen für einen Aufschwung

04. Sep 2003 13:49, ergänzt 17:24
Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen wie erwartet nicht gesenkt. Für das gesamte Jahr erwartet die Notenbank eine Inflationsrate von zwei Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat, wie von den meisten Experten erwartet, die Leitzinsen in der Eurozone nicht gesenkt. Wie die Zentralbank am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte, bleibt der wichtigste Zinssatz in der Eurozone damit bei zwei Prozent.

Die Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone sei zwar nach den jüngsten Daten auch im zweiten Quartal sehr schwach verlaufen, doch für das zweite Halbjahr sei der Beginn eines Aufschwungs zu erwarten, sagte EZB-Vizepräsident Lucas Papademos. Im Laufe des kommenden Jahres werde sich der Aufschwung kräftigen. In der Euro-Zone rechnet Papademos den Angaben zufolge mit einer erhöhten Exportnachfrage, weil in mehreren Regionen der Welt bereits ein Konjunkturwachstum eingesetzt habe.

Verbraucherpreise noch im EZB-Rahmen

Negative Auswirkungen befürchtet Papademos durch das hohe Niveau des Ölpreises. Dennoch sollten die Verbraucherpreise mit einer Jahresrate von zwei Prozent steigen und damit noch innerhalb der Zielvorgaben der EZB liegen. Im kommenden Jahr sollte die Teuerung dann diesen Wert unterschreiten, was mit dem Preisstabilitätskriterium der EZB vereinbar wäre.

Zuletzt hatte die Notenbank ihr Zinsniveau Anfang Juni verändert und eine Senkung um 0,5 Prozentpunkte vorgenommen. Seit Dezember vergangenen Jahres hat die EZB die Leitzinsen um insgesamt 1,25 Prozentpunkte gesenkt.

OECD fordert Zinssschritt

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Die seit Juni zu beobachtende Abwertung des Euro nehme den Druck vom Exportsektor, begründen die Experten von Trinkhaus&Burkhardt die wie erwartet ausgebliebene Zinssenkung. Die Preissteigerung bewege sich zudem in der Nähe des von der EZB gesteckten Inflationsziels von zwei Prozent.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) fordert dagegen eine weitere Zinssenkung, falls der Aufschwung in Europa weiter ausbleibt. Zwar gebe es Anzeichen für ein europäisches Wirtschaftswachstum, doch wenn das auf sich warten lasse, müsse die Europäische Zentralbank (EZB) die «monetären Bedingungen lockern», teilte die Organisation am Mittwoch mit. (nz)

 
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