netzeitung.deGruner+Jahr-Chef sieht mehr Anzeigen

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Gruner+Jahr-Chef Bernd Kudrun (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gruner+Jahr-Chef Bernd Kudrun
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der deutsche Werbemarkt hat nach Ansicht von Gruner+Jahr-Chef Kundrun in diesem Jahr den Boden erreicht und könnte wieder leicht wachsen. Der Verlag will der «Financial Times Deutschland» Zeit mehr geben, um profitabel zu werden.

Der Anzeigenmarkt in Deutschland hat nach Ansicht von Bernd Kundrun, Chef des zum Bertelsmann-Konzerns gehörenden Verlags Gruner + Jahr, in den zurückliegenden Monaten den Boden erreicht, nachdem er drei Jahre in Folge geschrumpft war. «Im Laufe des verbleibenden Jahres ist durchaus mit ersten leichten Zuwächsen zu rechnen», sagte Kundrun dem «Handelsblatt», wie die Zeitung am Donnerstag berichtete. Sowohl in Deutschland als auch weltweit kündige sich ein leichter Konjunkturaufschwung an.

Kundrun selbst sprach aber von notwendigem «Zweckoptimismus». Denn die Wachstumsraten des vergangenen Jahrszehnt würden dabei nicht mehr erreicht. Es werde sogar «noch mindestens drei Jahre dauern, bis das Niveau von 1998 wieder erreicht ist», sagte Kundrun weiter. Daher müsse die Medienbranche «bei aller Leidenschaft fürs Neue ... nach wie vor die notwendige Kostendisziplin wahren».

Mehr Zeit für «FTD»
Kundrun trat zudem Medienberichten entgegen, Gruner + Jahr könnte sich von der Verluste schreibenden Zeitung «Financial Times Deutschland» (FTD) trennen. Sowohl die Bertelsmann-Tochter als auch der Mitinhaber, die britische Pearson Group, «stehen beide ganz klar zur 'Financial Times Deutschland'», sagte er.

Zugleich nahm er aber das Ziel zurück, die Zeitung bis 2005 in die Gewinnzone zu führen. Schwarze Zahlen hingen von der Entwicklung auf dem Anzeigenmarkt ab. «Wenn das ein oder zwei Jahre länger dauert als ursprünglich geplant, ist das kein Problem», sagte Kundrun weiter. (nz)