Siemens und ABB buhlen um US-Stromnetz
18.08.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Nach dem größten Stromausfall der US-Geschichte beginnt der Wettlauf um die Aufträge zur Modernisierung des Netzes. Das Milliarden-Geschäft lockt auch europäische Energietechnik-Anbieter.
Die Siemens AG
und der schweizerisch-schwedische Konzern ABB wollen sich an der Erneuerung des veralteten US-Stromnetzes beteiligen. Wie die «Financial Times Deutschland» am Montag vorab berichtete, rechnen sich beide Firmen gute Chancen gegen den US-Konzern General Electric aus.
Der zuständige Siemens-Manager Tom Garrity sagte dem Blatt: «Wir gehen davon aus, dass wir den betroffenen Energieversorgern diese Woche ein erstes Maßnahmenpaket offerieren können.» Ähnlich äußerte sich ein ABB-Sprecher in Zürich: «Wir stehen mit unserem gesamten Portfolio bereit.»
Chancen stehen gut Siemens und ABB sind die weltweit größten Dienstleister im Bereich Energietechnik. Da sich General Electric in diesem Segment vor allem auf den Bau und Vertrieb von Generatoren konzentriere, hätten die beiden Konzerne gute Chancen, bei der Aufrüstung der US-Verteilernetze zum Zug zu kommen, heißt es in dem Bericht. Ein weiterer Kandidat sei der französische Konzern Alstom.
Geschäft in zweistelliger Milliardenhöhe Am Montag bezifferte US-Energieminister Spencer Abraham die Kosten für die notwendige Modernisierung des Netzes mit rund 50 Milliarden Dollar. Von ähnlichen Zahlen geht Siemens bei seiner bisherigen Kalkulation aus. Der Konzern sieht dem Bericht nach ein Marktpotenzial von mehr als 25 Milliarden Dollar für die nächste zehn Jahre. (nz)