Deutsche Plattenbranche geht schärfer gegen Online-Piraten vor
15.08.2003
Herausgeber: netzeitung.de
«Wir werden Auskunftsersuchen bei Internetprovidern zu verdächten IP-Adressen stellen, um Anbieter und Konsumenten von illegaler Musik aufzuspüren und dann die Staatsanwaltschaften einschalten», kündigte Schramm an. In den USA laufen bereits Klagen gegen Tauschbörsen und Privatpersonen, die Musikdateien illegal zum Herunterladen anbieten.
Die Online-Plattform «Phonoline», die im Herbst in Zusammenarbeit mit der Telekom-Tochter T-Com starten soll, sei allerdings kein Feigenblatt, um guten Gewissens die Jagd auf Musikpiraten zu eröffnen. «Wir wollen echtes Geschäft mit der Plattform machen», betonte Schramm. «Apple hat gezeigt, wie es geht.» Das US-Unternehmen startete Ende April erfolgreich seinen «Itunes Music Store». Microsoft startete am Donnerstag in Großbritannien den «MSN Music Club».
Schramm erwartet einen Verkauf von mehrerer Millionen Liedern pro Jahr. «Der Anteil des Online-Umsatzes dürfte in der Branche auf 15 bis 20 Prozent in wenigen Jahren ansteigen», sagte der Geschäftsführer von Sony Music Deutschland. (nz)

