14.08.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Springer-Chef Mathias Döpfner
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Axel-Springer-Verlag hat im ersten Halbjahr den operativen Gewinn deutlich gesteigert. Der Konzern will aufgrund der angespannten Marktlage seine Konsolidierung weiter forsetzen.
Der Axel Springer Verlag
hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres operativ deutlich besser verdient als noch im Jahr zuvor. Der Konzernüberschuss liege bei 90 Millionen Euro, teilte der Verlag am Donnerstag in Hamburg mit. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 72 Millionen Euro.
Der Umsatz lag den Angaben zufolge mit 1,2 Milliarden Euro auf Höhe des Vorjahres. Die Marktlage bleibe aber überaus schwierig, sagte Springer-Chef Mathias Döpfner. «Wir werden daher das Restrukturierungsprogramm im zweiten Halbjahr fortsetzen. Gleichzeitig planen wir Investitionen in neue Zeitungen und Zeitschriften.» Für das Gesamtjahr 2003 erwartet der Vorstand ein Ergebnis über dem Wert des Vorjahres. Genaue Zahlen nannte der Konzern nicht.
Preiserhöhungen stabilisieren UmsatzZur Stabilisierung des Konzernumsatzes habe auch eine Steigerung der Vertriebserlöse beigetragen, teilte das Unternehmen weiter mit. Sie stiegen den Angaben zufolge um 5,5 Prozent. Dazu beigetragen habe das Segment Zeitungen. Hier seien Preiserhöhungen bei «Bild», «Bild am Sonntag», «Welt» und «Hamburger Abendblatt» vorgenommen worden.
Dadurch sei ein weiterer Rückgang im Anzeigengeschäft überkompensiert wurden: Die Erlöse aus dem Anzeigenverkauf sanken den Angaben zufolge im Jahresvergleich von 503 auf 480 Millionen Euro und machen inzwischen nur noch 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Personalkosten zurückgegangenAuf der Kostenseite sanken die Aufwendungen gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 69 Millionen Euro auf rund 1,15 Milliarden Euro, wie Springer weiter mitteilte. Die Personalkosten seien von 415 Millionen auf 393 Millionen Euro zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2003 beschäftigte Axel Springer nach eigenen Angaben durchschnittlich 11.776 Mitarbeiter und damit 558 weniger als im Vorjahreszeitraum. (nz)