netzeitung.deSüddeutscher Verlag rechnet mit Gewinn in 2003

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Nach zwei schwachen Jahren in Folge will der Süddeutsche Verlag in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben - zumindest im operativen Geschäft. Der Verlag sieht Anzeichen für eine Erholung der Branche.

Der Süddeutsche Verlag hat im vergangenen Jahr stark unter der Konjunkturflaute und der Krise in der Medienbranche gelitten. Für das laufende prognostiziert der Konzern aber wieder schwarze Zahlen im operativen Geschäft, wie der Verlag am Donnerstag in München mitteilte.

Trotz weiterhin leicht sinkender Umsätze rechne da Unternehmen für 2003 mit einem deutlich positiven Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda). «Schon das erste Halbjahr 2003 zeigt beim Ebitda einen turn around» , sagte Hanswilli Jenke, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlages.

Anzeigenumsätze weiter rückläufig
Im vergangenen Jahr sank der Umsatz des Verlages den Angaben zufolge von 808 Millionen Euro auf 719,9 Millionen Euro. Der Verlust lag bei 76,6 Millionen Euro – gegenüber 43,9 Millionen in 2001.

Auch in 2003 seien die Anzeigenumsätze weiter rückläufig und spiegelten damit die gesamtwirtschaftliche Lage wieder. Die Rückgänge fielen in diesem Jahr aber geringer aus, sagte Klaus Josef Lutz, auch Geschäftsführer des Süddeutschen Verlages. «Zudem zeigt das Restrukturierungs-Programm erste Erfolge. Auf der Kostenseite haben wir jetzt schon mehr erreicht als ursprünglich geplant», sagte Lutz weiter.

Der Süddeutsche Verlag leidet unter einem Einbruch der Anzeigeneinnahmen. Vor allem Stellen- und andere Anzeigen wandern in das Internet ab. Mit dem Einstieg der Südwestdeutschen Medien Holding Anfang 2003 als sechster Gesellschafter, der eine Kapitalspritze von rund 100 Millionen Euro mitbrachte, sowie einem harten Sparkurs steuerte der Verlag dieser Entwicklung entgegen. (nz)