06.08.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Der Pay-TV-Anbieter Premiere hat im ersten Halbjahr seinen Verlust deutlich reduziert. Auch für das Gesamtjahr gibt ich das Unternehmen zuversichtlich.
Premiere hat im ersten Halbjahr seinen Umsatz deutlich gesteigert und den Verlust verringert. «Als besonders erfreulich bewerten wir, dass Premiere gegen den allgemeinen Branchentrend ein substanzielles Wachstum vorweisen kann.», sagte Georg Kofler, Vorsitzender der Premiere Geschäftsführung am Dienstg in München. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen jetzt einen deutlich niedrigeren Verlust als bisher.
Im operativen Geschäft sei der Verlust vor Zinsen, Steuern Abschreibungen (EBITDA) von 264 Millionen Euro auf 15 Millionen Euro gesunken. Zuletzt hat der Verlust den Angaben zu folge im zweiten Quartal sieben Millionen Euro betragen. Der Umsatz sei im ersten Halbjahr um 26 Prozent zum Vorjahr auf 471 Millionen Euro gestiegen. Im zweiten Quartal war ein Anstieg von 23 Prozent auf 234 Millionen Euro zu verzeichnen, wie das Unternehmen weiter mitteilte.
Mehr als 2,7 Millionen Abonnenten Umsatztreiber waren steigende Verkäufe von digitalen TV-Receivern sowie das Abonnentenwachstum. Im Kerngeschäft mit Programm-Abonnements stieg der Umsatz im 1. Halbjahr 2003 um 15 Prozent auf 331 Millionen Euro.
Ende Juli 2003 zählte Premiere über 2,7 Millionen Abonnenten. Dabei hat Premier allein im ersten Halbjahr den Abo-Bestand um zwölf Prozent oder 290.000 Abonnenten zum Vorjahr gesteigert.
Weniger Verlust für 2003 erwartetDer operative Verlust soll im laufenden Geschäftsjahr nach Unternehmensangaben weniger als 40 Millionen Euro betragen. Im Februar hatte Premiere noch einen Jahresverlust von 80 Millionen Euro prognostiziert. Der Gesamtumsatz werde mehr als 900 Millionen Euro betragen, teilte Premiere weiter mit.
«Wir sehen dem 2. Halbjahr 2003 mit Zuversicht entgegen», sagte Kofler. Nach dem aktuellen Geschäftsplan soll die Gewinnschwelle im 1. Quartal 2004 erreicht werden. (nz)