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Ifo-Institut erwartet höheres Wachstum in 2004

31. Jul 2003 11:08, ergänzt 14:31
Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für Deutschland im kommenden Jahr angesichts der Reformbemühungen der Regierung wieder leicht angehoben. Die OECD senkte dagegen ihre Vorhersage für die Euro-Zone im Jahre 2004.

Das Münchener Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für das kommende Jahr für Deutschland leicht angehoben. Im kommenden Jahr dürfte das Brutto-Inlandsprodukt (BIP) um 1,7 Prozent steigen. Das teilte das Forschungsinstitut am Donnerstag in Dresden mit. Der konjunkturelle Tiefpunkt werde im zweiten Quartal 2004 durchschritten, hieß es weiter.

Rund ein halbes Prozent des BIP-Wachstums sei aber kalendarisch bedingt, weil die Zahl der Arbeitstage im Jahr 2004 ungewöhnlich hoch sei.

Ostdeutsche Wirtschaft läuft besser

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Im Juni hatte das Institut noch ein BIP-Wachstum von 1,5 Prozent prognostiziert. Grund für die leichte Anhebung seien eine Zunahme der inländischen Investitionstätigkeit, die Sparanstrengungen des Staates sowie steuerliche Entlastungen der privaten Haushalte.

Für das laufende Jahr bestätigte das Ifo-Institut aber seine Prognose: Demnach werde das BIP in diesem Jahr stagnieren. Die ostdeutsche Wirtschaft werde allerdings im laufenden Jahr um 0,6 Prozent wachsen. Auch im kommenden Jahr wird sich der Prognose zufolge die ostdeutsche Wirtschaft mit einem Wachstum von 1,9 Prozent besser entwickeln als die westdeutsche Wirtschaft.

Keine Besserung am Arbeitsmarkt

Gleichwohl werde sich die Arbeitsmarkt-Lage vorerst weiter verschlechtern: Angesichts der zunächst flauen Wirtschaftsentwicklung und einer sinkenden Zahl offener Stellen wird die Erwerbstätigkeit bis weit in das Jahr 2004 hinein sinken. Erst ab dem Sommer 2004 werde die Zahl der Neueinstellungen über den Entlassungen liegen. Arbeitsmarktpolitische Veränderungen und die Senkung der Lohnnebenkosten für die Krankenversicherung seien hierfür maßgeblich.

Im Jahresdurchschnitt werde die Zahl der Arbeitslosen im Jahr 2004 von 4,425 Millionen im laufenden Jahr auf 4,55 Millionen steigen. Die Arbeitslosenquote belaufe sich dann auf 10,7 Prozent.

OECD senkt Prognose für 2004

Unterdessen hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre Wachstumsprognose für die Eurozone im kommenden Jahr von 2,4 auf 2,0 gesenkt. Das teilte die Organisation am Donnerstag in Paris mit. In diesem Jahr dürfte nach Angaben der OECD das BIP in den zwölf Ländern der Währungsunion leicht unter der bisherigen OECD-Wachstumserwartung von einem Prozent liegen.

Ebenso am Donnerstag gab das europäische Statistikamt Eurostat in Luxemburg eine erste Schätzung für die Inflation in der Eurozone bekannt. Demnach sei im Juli die jährliche Teuerungsrate wieder leicht auf 1,9 Prozent gesunken. Im Juni hatte die Inflationsrate noch bei 2,0 Prozent gelegen. Sie liegt damit weiterhin im Rahmen des Preis-Stabilitätszieles der EZB. (nz)

 
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