22.07.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Der Nachrichten- und Informationsdienst Reuters hat im ersten Halbjahr 2003 trotz eines gesunkenen Umsatzes wieder einen Gewinn erzielt. Das Ergebnis lag über den Analystenerwartungen.
Der britische Nachrichten- und Informationsdienst Reuters hat von seinem harten Sparkurs der letzten Monate profitiert. Im ersten Halbjahr 2003 erwirtschaftete das Unternehmen mit einem Vorsteuergewinn vor Firmenwertabschreibungen und sonstigen einmaligen Kosten von 87 Millionen Pfund (123 Millionen Euro) wieder ein positives Ergebnis. Dies teilte der Informationsdienst am Dienstag in London mit. Analysten hatten Reuters nur einen Ertrag von 42 Millionen Pfund vorhergesagt. Im Vorjahreszeitraum musste Reuters einen Verlust von zehn Millionen Pfund ausweisen.
Beim Umsatz hat Reuters allerdings Einbrüche verzeichnet. Der Umsatz des Unternehmens sank um zehn Prozent auf 1,26 Milliarden Pfund. Dies liege aber im Rahmen der Prognosen, hieß es.
Sparsamkeit der Banken belastet UmsatzDie Einnahmen litten vor allem unter den Kostensenkungen der Kreditinstitute, die in den vergangenen Monaten den Bezug von Reutersleistungen zurückgefahren haben. Der gesamte Konzernumsatz fiel im ersten Halbjahr um insgesamt zwölf auf 1,62 Milliarden Pfund.
Der Reuters-Chef Tom Glocer zeigte sich von den positiveren Zahlen erfreut. «Ich freue mich, über solide Ergebnisse in allen Konzernbereichen für das erste Halbjahr berichten zu können», betonte der Chief Executive Officer (CEO) in einer Pressemitteilung.
Stellenabbau verbessert Ergebnis Reuters reagiert auf das zurückhaltende Geschäft derzeit mit massivem Stellenabbau. Im Februar hatte das Unternehmen angekündigt, bis 2006 insgesamt 3000 Arbeitsplätze abzubauen. Das entspricht 19 Prozent der gesamten Reuters-Belegschaft. Reuters erwartet daraus Einsparungen in Höhe von 440 Millionen Pfund. (nz)